Wo bleibt die Realschule?

Veröffentlicht am 25.01.2008 in Ortsverein

Abgehängt? Man könnte fast den Eindruck haben.

Wie war doch im letzten Amtsblatt im Artikel zum Neujahrsempfang zu lesen, dass unter der Vorgabe strikter Haushaltskonsolidierung es der Stadt trotzdem gelungen sei, wichtige Investitionen zu leisten: „Die beiden Neubauten für die Ganztagesbetreuung am Gymnasium und an der Hauptschule...“ Auch freut sich Oberbürgermeister Schlumberger, dass sich diese Entwicklung fortsetzt. Ja, wohin setzt sie sich denn fort? Eigentlich müsste jetzt folgerichtig in die Realschule investiert werden. Schon seit Jahren ist das Problem der Wanderklassen bekannt. Die Kinder – insbesondere der höheren Klassen – verfügen über kein eigenes Klassenzimmer, sondern müssen fast jede Stunde in einem anderem Raum unterrichtet werden. Eine organisatorische Meisterleistung, dies immer wieder hinzubekommen.

Seit Einführung des achtjährigen Gymnasiums sieht sich die Realschule außerdem mit einer erhöhten Zahl von Schülerinnen und Schülern konfrontiert, die auf die Realschule zurückgestuft werden. Dies führte dazu, dass sogar neue Klassen aufgemacht werden mussten. Bei immer weiter steigender Schülerzahl in der Realschule nutzen auch Containerlösungen nichts mehr. Hier muss ein Anbau her, der die Unterrichtsversorgung gewährleistet. Von einer Ganztagesbetreuung oder einer Mensa, geschweige denn einem Aufenthaltsraum in dem die Schülerinnen und Schüler bei Hohlstunden oder über die Mittagspause ihre Hausaufgaben erledigen können, ganz zu schweigen.

Die Verwaltung sollte endlich den Mut haben, ein Konzept vorzulegen, wie es hier weitergehen soll. Und dem Gemeinderat kann man dann nur wünschen, die Weitsicht zu haben und bereit zu sein, in diesen Bereich der Bildung die nötigen Haushaltsmittel zu investieren.

Kurt Goldmann