Ivo Gönner beim Neujahrsempfang

Veröffentlicht am 14.01.2008 in Veranstaltungen

In Ulm, um Ulm und Ulm herum –
Ivo Gönner zum Thema demografischer Wandel und bürgerschaftliches Engagement.
Ortsverein und Gemeinderatsfraktion freuen sich über einen gelungenen Neujahrsempfang der Großen Kreisstadt Remseck a.N.

Es war sicherlich nicht nur der Ausblick von Herrn Oberbürgermeister Schlumberger auf die anstehenden Bauprojekte und die positive Finanzentwicklung für das junge Jahr 2008, die maßgeblich waren für die gute Laune der SPD Remseck beim Neujahrsempfang der Stadt in der Bürgerhalle Hochberg.

Es freuen sich mit dem Redner:
Goldmann, Sommer, Schmiedel, Feurer, Layher, Gönner, Raupp, Schrödel

Mit dem Ulmer Oberbürgermeister und Präsidenten des baden-württembergischen Städtetages Ivo Gönner als Gastredner ist es gelungen, einen der profiliertesten Kommunalpolitiker zum Thema Demografischer Wandel und bürgerschaftliches Engagement nach Remseck einzuladen.
In gewohnt souveräner und humorvoller Manier lud Ivo Gönner die Gäste zu einem Rundgang ein durch die Städte und Gemeinden und zu einer vergnüglich-nachdenklichen Auseinadersetzung mit den Auswirkungen und Herausforderungen, die der demografische Wandel mit sich bringt.
Es sei kein deutsches Phänomen, sondern in allen westlich geprägten Industriegesellschaften sinke seit Jahrzehnten die Zahl der Geburten während die Lebenserwartung gleichzeitig steige. Diesen Wandel gelte es nicht als Bedrohung zu erleben, sondern in erster Linie auch die darin liegenden Chancen zu erkennen: Die Jungen könnten vom Wissen und der Erfahrung der Älteren profitieren, die Jüngeren können die Älteren in ihrem Alltag unterstützen.

Für die Verantwortlichen in einer Stadt müsse es darum gehen, ihren Bürgerinnen und Bürgern bei der Aushandlung dieses neuen ‚Generationenvertrages’ beratend und unterstützenden zur Seite zu stehen. In Ulm - mit seinen über 100 000 Einwohnerinnen und Einwohnern rund viermal so groß wie Remseck - beschäftigt sich der Gemeinderat seit Februar 2005 zunächst im Rahmen einer Klausurtagung und später in einem ‚Generationenforum’ mit der Frage, wie die Potenziale der Generationen für ein aktives Miteinader der Stadtgesellschaft genutzt werden können. Die Initiative JAZz, was so viel heißt wie Jung+Alt=Zukunft zusammen e.V.’ ist nur ein Beispiel dafür, dass die Demografie-Debatte in Ulm längst Früchte getragen hat.

In Remseck wurde das Thema demographischer Wandel und seine Herausforderungen an Politik und Verwaltung bekanntlich erstmals von der SPD bei der letzten Kommunalwahl auf die Agenda genommen. Mittlerweile gibt es nicht nur Szenarien, Berechnungen und Demografieberichte, wie z.B. den der Bertelsmann Stiftung aus dem Jahr 2005, sondern es gibt auch konkrete Handlungsempfehlungen für Städte und Gemeinden wie die Infrastruktur gesteuert werden kann, wie die Balance zwischen Familie und Beruf gefördert und wie die Attraktivität des Standorts insgesamt gestärkt werden kann.
Und dies - so die Ausführungen von Ivo Gönner - sei es, worauf eine Stadt ihr Augenmerk richten müsse: attraktiv zu bleiben oder zu werden, sich an die neuen Anforderungen anpassen und die Kommunikation zwischen den Beteiligten zu fördern.
In einem Gemeinwesen gelte es mehr denn je die Anerkennungskultur zu fördern, darauf wies der Städtetagspräsident am Schluss seines Vortrages hin. Wir freuen uns mit den vierzehn Frauen der Ökumenischen Sitzwache über die Verleihung der Bürgermedaille und gratulieren auf diesem Weg nochmals sehr herzlich.

Wir freuen uns auch über die Wahl unseres Landtagsabgeordneten Claus Schmiedel zum neuen Fraktionsvorsitzenden im baden-württembergischen Landtag und auf eine gute Zusammenarbeit in Remseck, um Remseck und um Remseck herum.

Für die SPD Remseck a.N.
gez. Angelika Feurer
stv. Ortsvereinsvorsitzende