
Kerstin Raupp-Staible liest
Lesung und Austausch zu Frauenrechten im Haus der Bürger

Lesung und Austausch zu Frauenrechten im Haus der Bürger
Bereits zum zweiten Mal fand am Donnerstag, 7. Mai, im Haus der Bürger eine besondere Lesung in Kooperation mit den SPD Frauen des Kreises Ludwigsburg statt. Organisiert und inhaltlich vorbereitet wurde der Abend von Kerstin Raupp-Staible, stellvertretende Ortsvereinsvorsitzende der SPD Remseck.
Unter dem Titel „Steh auf und schreibe“ stand die Kraft von Literatur und persönlichem Erzählen im Mittelpunkt. Denn gerade das Schreiben ist für viele Frauen weltweit oft die einzige Möglichkeit, auf Missstände aufmerksam zu machen, Unterdrückung sichtbar zu machen und sich Gehör zu verschaffen.
Kerstin Raupp-Staible stellte zunächst zwei Bücher aus dem Iran vor: die Autobiografie „Mein Iran – Ein Leben zwischen Revolution und Hoffnung“ der Friedensnobelpreisträgerin Shirin Ebadi sowie „Auf den Straßen Teherans“ von NILA. Letzteres erschien anonym – aus Angst vor Repressionen gegen die Autorin. Beide Werke gaben eindrucksvolle Einblicke in den Alltag von Frauen, in mutige Formen des Widerstands und in den Kampf um Freiheit und Selbstbestimmung.
Auch das Buch „Der Nahost-Komplex“ von Natalie Amiri setzte wichtige Impulse für den Abend. Dabei ging es auch um den Einfluss von Medien auf gesellschaftliche Debatten und die Wahrnehmung internationaler Konflikte. Gemeinsam wurde darüber gesprochen, welche Verantwortung Medien für Demokratie und Meinungsbildung tragen und wie wichtig ein kritischer Umgang mit Informationen ist.
Die vorgestellten Bücher regten zu intensiven Gesprächen über Frauenrechte, Gewalt gegen Frauen, politische Forderungen und konkrete Handlungsmöglichkeiten an. Besonders wertvoll war dabei die offene Atmosphäre des Abends: Es entstand Raum für Begegnung, Zuhören und gegenseitige Unterstützung.
Ein weiterer besonderer Bestandteil des Abends war der liebevoll zusammengestellte Büchertisch mit vielfältiger Frauenliteratur – von Romanen bis hin zu Sachbüchern. Auch darin zeigte sich gelebte Solidarität: Frauen sichtbar machen, sich vernetzen und gemeinsam mutig sein.
Denn eines wurde an diesem Abend deutlich: Wut darf nicht einsam machen – gemeinsam kann sie Kraft geben und Veränderungen anstoßen.
Aufgrund der positiven Resonanz soll das Format fortgesetzt werden. Für die nächste Veranstaltung ist geplant, dass jede Teilnehmerin ihr persönliches Lieblingsbuch mitbringt und erzählt, was sie daran besonders bewegt oder inspiriert.
So bleibt die Idee lebendig: miteinander lesen, miteinander sprechen und sich gegenseitig stärken.
Judith Raupp,