
SPD Fraktion führt Gespräch mit der Familie Obergfäll

SPD Fraktion führt Gespräch mit der Familie Obergfäll
Der Gemeinderat hat in der letzten Sitzung das bisher vom landwirtschaftlichen Betrieb der Familie Obergfäll als Himbeerfeld genutzte Grundstück als Standort des neuen Gerätehauses der Feuerwehr bestimmt. Dem hat die SPD-Fraktion geschlossen zugestimmt.
Die Fraktion hatte sich am 26. Januar mit den Eheleuten Obergfäll vor Ort getroffen und sich deren Position und Interessen erläutern lassen.
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Gemeinsam wurden weitere mögliche Standorte in Augenschein genommen. Auf dem Foto die Eheleute Obergfäll und die Stadträte Heinz Layher; Harald Sommer; Rudi Schrödel.
Nach gründlicher Diskussion sind wir der Auffassung, dass eine Abwägung der Vor- und Nachteile für die Stadt und die Familie Obergfäll zu der getroffenen Standortentscheidung zwingt. Dadurch entsteht dem landwirtschaftlichen Betrieb zwar der Nachteil, dass der Himbeeranbau auf dem von der Stadt gepachteten Gelände nicht weiter betrieben werden kann. Dieser Nachteil, der nicht zu einer Existenzgefährdung des Betriebs führt, kann dadurch abgemildert werden, dass den Eheleuten Obergfäll von der Stadt eine Ersatzfläche angeboten wird. Hierzu ist die Stadt bereit. Ebenso sind für die Bepflanzung dieser Ersatzfläche - ohne rechtliche Verpflichtung - auch finanzielle Hilfen der Stadt denkbar. Überdies liegt die Zusage einer landschaftsschutzrechtlichen Erlaubnis für den Bau eines weiteren Gewächshauses am landwirtschaftlichen Betriebsgebäude vor.
Demgegenüber hätte die Entscheidung für das neben dem Neckarremser Friedhof liegende Gelände erhebliche Nachteile für die Stadt gehabt. Dieses Gelände liegt im Landschaftsschutzgebiet. Deshalb ist derzeit eine Bebauung nicht möglich. Wäre gleichwohl eine Standortentscheidung für dieses Gelände getroffen worden, so hätte dies ein Jahre dauerndes kostenintensives Verfahren zur Aufhebung des Landschaftsschutzgebietes nach sich gezogen - mit mehr als ungewissem Ausgang. Jahrelanges Zuwarten hätte aber den Zusammenschluss der Abteilungen gefährdet und weitere Investitionen in die jetzige Struktur erfordert. Der Zusammenschluss der drei Abteilungen ist aber notwendig, wenn die Stadt ihrer gesetzlichen Verpflichtung zur Aufstellung einer leistungsfähigen Feuerwehr dauerhaft nachkommen will. Er führt überdies zu einem effizienteren Einsatz der öffentlichen Finanzmittel.
Die Nachteile für die Stadt und ihre Bürger wären also bei einer alternativen Standortentscheidung weitaus gravierender, als jene, die der Familie Obergfäll entstehen. Deshalb hat die SPD-Fraktion die Entscheidung für den sofort bebaubaren Standort am Hummelberg mitgetragen.
Für die SPD-Fraktion
gez. Heinz Layher