Die Haushaltsanträge der Gemeinderatsfraktion orientieren sich an den demografischen Herausforderungen für die Große Kreisstadt
Die Haushaltsanträge der Gemeinderatsfraktion orientieren sich an den demografischen Herausforderungen für die Große Kreisstadt
Stuttgart wird definitiv (noch) nicht von Remseck aus regiert.
Stuttgarts Ersten Bürgermeister Michael Föll, der diese nicht ganz ernst gemeinte Befürchtung bei einem Besuch in Remseck vor einiger Zeit geäußert hatte, können wir also beruhigen.
Fakt ist aber, dass die vom Statistischen Amt der Stadt Stuttgart herausgegebenen Monatshefte in ihrer Ausgabe 12/2007 Remseck als einen Magneten hinsichtlich der ‚Wohnstandortmobilität’ ausweisen.
Konkret: von den rund 19 000 Kindern und Jugendlichen, die mit ihren Familien zwischen 2002 und 2006 aus der Landeshauptstadt weggezogen sind, sind 57% in Gemeinden im Abstand von 5km um die Stadtgrenze von Stuttgart gezogen. In punkto Attraktivität landete Remseck nach Ostfildern, Leinfelden-Echterdingen und Fellbach auf dem vierten Platz, gefolgt von Esslingen, Waiblingen, Ditzingen und Korntal-Münchingen!
Dieser Ranglistenplatz darf aus unserer Sicht nicht nur Grund sein für Stolz und Freude, sondern muss für die kommunalpolitisch Verantwortlichen auch Verpflichtung sein, sich den notwendigen Anforderungen an die Entwicklung der Infrastruktur zu stellen.
Folgenden Herausforderungen muss die Große Kreisstadt Remseck – gemäß der Bertelsmann Stiftung dem Demografietyp 3 ‚Suburbaner Wohnort mit rückläufigen Wachstumserwartungen’ angehört – sich stellen:
• die demografiesensible Infrastrukturplanung im Auge zu behalten und die Attraktivität als Wohn- und Lebensort langfristig aufrecht zu erhalten
• die Flächenentwicklung durch die Stärkung der Innenentwicklung gezielt zu steuern
• die Balance zwischen Familie und Beruf professionell zu ermöglichen
• frühzeitig die Basis für eine zukunftsorientierte Seniorenpolitik zu schaffen (mit Schwerpunkten im bürgerschaftlichen Engagement)
• die Identität der Einwohner mit dem Standort zu stärken
• die Attraktivität als Wohn- und Lebensort langfristig aufrecht zu erhalten
(www.aktion2050.de/wegweiser)
Mit den Anträgen zum Haushalt 2008 ‚Tunnel Hochberg’, ‚Kinderhaus’, ‚Qualitätsoffensive in den Kindergärten’ sowie ‚Sportentwicklung’ sowie der positiven Zustimmung zu den entsprechenden Anträgen aus anderen Fraktionen (Schulentwicklungsplanung, Mittagstisch im Ganztagesschulbetrieb) hat die SPD Gemeinderatsfraktion sich genau an diesen Anforderungen orientiert.
Für die SPD Remseck a.N.
gez. Angelika Feurer
stv. Ortsvereinsvorsitzende