Schulentwicklung in Kornwestheim

Veröffentlicht am 03.04.2020 in Kommunalpolitik

Die Philipp-Matthäus-Hahn-Gemeinschaftsschule steht im Zentrum der anstehenden Entscheidung

Die Schulentwicklungsplanung der Stadt Kornwestheim soll und muss die Basis der kommunalen Schulentwicklung für die nächsten 30-40 Jahre bilden. Steigende Schülerzahlen, entgegen dem Landestrend, machen Anbauten an der Realschule und generelle Überlegungen zu einer zukunftsträchtigen Aufstellung der Kornwestheimer Schullandschaft notwendig.

Kommunale Schulentwicklungsplanung steht im Spannungsfeld zwischen bildungspolitischen Landestrends und daraus resultierend, örtlichen Umsetzungsmaßnahmen.

Eine Arbeitsgruppe, bestehend aus Rektoren, Gemeinderäten, Vertretern der Stadt, Elternbeiräten und einem externen Berater, entwickelte acht Varianten, aus denen der Gemeinderat in einer Klausursitzung zwei ausgewählt hat. Diese Varianten stellen Modelle dar, in denen sowohl den steigenden Schülerzahlen in Kornwestheim Rechnung getragen wird als auch die schulische Infrastruktur Kornwestheims an die zukünftigen bildungspolitischen Aufgaben angepasst wird.

Entschieden werden muss, wie und wo eine neue dreizügige Grundschule verortet wird und welche bestehende Schule erweitert und /oder ihren alten Standort beibehält oder umgesiedelt wird.

Aus den folgenden zwei Varianten wählt der Gemeinderat eine aus:
 

1) „Variante 1d“

Das Sonderpädagogische Bildungs- und Beratungszentrum (SBBZ) zieht von der Eugen-Bolz-Schule in das Gebäude der Philipp-Matthäus-Hahn-Gemeinschaftsschule (PMH GMS) um. Damit wird eine 3-zügige Grundschule alleine in der Eugen-Bolz-Schule untergebracht. Ein zusätzlicher Neubau ist nicht nötig.

Das SBBZ wird im Gebäude der PMH untergebracht, zusammen mit der schon vorhandenen 3-zügigen Grundschule. Die Gesamtschülerzahl würde bei dieser Variante 388 betragen.

Die Realschule würde durch einen Neubau erweitert, die Gemeinschaftsschule und eine zweizügige Grundschule durch Neubauten auf dem vorhandenen Gelände an die Realschule räumlich angebunden.

Neben den Neubauten für die Grund-und Gemeinschaftsschule würde die vorhandene Sporthalle abgerissen und neu gebaut werden.

Zusätzlich wird die vorhandene Mensa aus-oder neugebaut.

Die Gesamtschülerzahl aller Schularten auf diesem Campus (Grundschule, Realschule, Gemeinschaftsschule) würde ca. 1500 Schülerinnen und Schüler betragen.

Insgesamt würden die Baukosten dieser Variante ca. 60 Millionen Euro betragen.

 

2) „Variante 2b“
Diese Variante entspricht dem Antrag der SPD-Fraktion.

Die Eugen-Bolz-Grundschule bleibt am jetzigen Standort (ohne Anbau).

Das SBBZ zieht in das Gebäude der PMH um. Ein Anbau für das SBBZ, aufgrund eines hohen Raumbedarfs des SBBZ, ist nötig.

Die Gemeinschaftsschule bleibt an ihrem jetzigen Standort.

Die Realschule wird ausgebaut und eine zwei bis dreizügige Grundschule auf dem Gelände der Realschule neu gebaut.

Die alte Sporthalle wird abgerissen und neu gebaut.

Die Mensa wird erweitert bzw. neu gebaut

Die Gesamtschülerzahl auf dem „Campus Mitte“ (Gymnasium, Grundschule, SBBZ, GMS) würde ca.1200 betragen; davon 688 Schüler aus Gymnasium, GMS und SBBZ.

Die Gesamtkosten betragen ca. 52 Millionen Euro.

Begründung für unsere Variante:

Der zukünftige Ort der Gemeinschaftsschule ist der zentrale Punkt der Entscheidungen zum Schulentwicklungsplan der Stadt Kornwestheim.

Unsere Forderung lautet:

Die Gemeinschaftsschule muss am derzeitigen Standort bleiben und das SBBZ aufnehmen.

 

 

 
   

 

Dafür gibt es fünf gute Gründe:

  1. Die GMS ist von allen weiterführenden Schularten die einzige Schulart, die inklusive Arbeit leistet, die die Pädagogik hat, Schülerinnen und Schüler unterschiedlichster Begabung in Lern- und Entwicklungs-prozesse zu integrieren und individuell zu fördern. Deshalb ist es nur folgerichtig, dass diese beiden Schularten (SBBZ und GMS) auch räumlich verbunden werden. Die freiwerdenden Räume können dann von der Eugen-Bolz Grundschule benutzt werden, ohne bauliche Erweiterungen vornehmen zu müssen.
     
  2. Wer die GMS vollständig denkt, muss eine gymnasiale Oberstufe mit einbeziehen. Die räumliche Nähe zum Ernst Sigle Gymnasium (ESG) bildet gute Voraussetzungen für eine pädagogische und infrastrukturelle Kooperation zwischen der GMS und dem ESG. Zudem zeigen Bietigheim und Ludwigsburg kein Interesse an einer gymnasialen Oberstufe ihrer GMSen. Kornwestheim hat sehr gute verkehrliche Anbindungen und ist damit attraktiv für benachbarte GMSen und Absolventen der Realschulen, sodass die nötige Anzahl von Oberstufenschüler (60) leicht erreichbar ist.
     
  3. Die neue Grundschule muss als neue Bildungsinfrastruktur im Ostgebiet angesiedelt werden.
  1. Mit dem Ausbau der Realschule und einer angedockten dreizügigen Grundschule würde im Ostgebiet ein Campus geschaffen, der auf die Schülerzahlen bezogen noch überschaubar ist (ca. 1000 Schüler) und eine ähnliche Größe aufweist wie der Campus Mitte, bestehend aus GMS, SBBZ und ESG (ca.1200 Schüler)
  2. Damit wären alle weiterführenden Schulen mit einer Grundschule in unmittelbaren Nachbarschaft oder direkt verbunden.
     
  1. Die Verlagerung der GMS in das Ostgebiet würde in Verbindung mit einer neuen Grundschule einen Campus entstehen lassen, der über 1400 Schüler umfasst. Mit einer solchen Größenordnung würde man künstlich soziale Brennpunkte entstehen lassen. Kleinere Einheiten reduzieren soziale Konflikte in erheblichen Maße. Wissenschaftliche Untersuchungen zum Einfluss der Schulgröße auf Schulqualität zeigen, dass die Schulgröße einen weit größeren Einfluss auf die Qualität der Lehr/ Lernprozesse und der sozialen Atmosphäre einer Schule haben, als dies vermeintlich bei wichtigen Variablen wie Digitalisierung, Lernmethoden und Lernstile, Reduzierung von Unterrichtsstörungen, Werte und Moralerziehung…zu sein scheint.
     
  2. Die SPD Variante ist zudem noch erheblich billiger (ca. 6 Mio Euro!).

 

Dieser Text ist geschrieben von Dr. Roland Bertet stammt aus der aktuellen Ausgabe der „Roten Bank“, der Informationsbroschüre der SPD Kornwestheim. Wenn Sie Interesse daran haben, diese Broschüre kostenfrei zu abonnieren, senden Sie einfach eine Mail an rotebank@spd-kornwestheim.de

 
 

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