Etwas Wehmut – aber auch Freude am Neuen

Veröffentlicht am 26.08.2020 in Kommunalpolitik

Abriss des bisherigen Rathauses weckt Erinnerungen...

 

 

Vor einigen Tagen konnte ich meinen Personalausweis im neuen Rathaus abholen. Dabei nutzte ich die Gelegenheit vom künftigen Marktplatz aus, die Abrissarbeiten am bisherigen Rathaus zu beobachten. Als der mächtige Bagger in das Gebäude griff und das ehemalige Rathaus Stück um Stück abriss, kam bei mir Wehmut auf und Erinnerungen an die zurückliegenden Jahre meiner Zeit im Gemeinderat, dem ich 34 Jahre angehörte, wurden wach. Eine Vielzahl von Maßnahmen und Projekten wurden dort beraten, entschieden und verwirklicht.

 Alle aufzuzählen würde hier den Rahmen sprengen. Herausragend waren sicher die Stadtbahn, aber auch die umfangreichen Maßnahmen im Bereich Wasser und Abwasser sowie Hochwasserschutz, die Umfahrung Neckarrems, die Westtangente Aldingen, Schulhausbau (Remseck erhielt ein Gymnasium) und Einrichtungen zu Kindertagesbetreuung. Die Jugendmusikschule wurde gegründet ebenso wie die Diakoniestation und in den Wohnungsbau und die Kleeblatt-Pflegeheime wurde investiert. Die offene Jugendarbeit sowie das Vereinsleben wurden gefördert.

War  1987 der Erwerb des Haldengebietes (nach Insolvenz der Neuen Heimat) schon ein finanzieller Kraftakt, der Mut und Entschlossenheit verlangte, so war dann in den 90er Jahren die Beteiligung Remsecks am Kauf und der Wiederbesiedelung der ehemaligen Amerikaner-Siedlung Pattonville noch eine Steigerung  des Risikos. Aber auch hier wurde eine mutige Entscheidung vom Erfolg gekrönt, wie man heute unschwer feststellen kann.

Aber es gibt auch die Erinnerung, dass im Neckarremser Rathaus ständig Platzmangel herrschte. Dies war für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nicht angenehm. So mussten Räume für bestimmte Fachbereiche außerhalb angemietet werden. Es fehlte an Besprechungsräumen und im Sitzungssaal, in dem der Gemeinderat tagte, ging es ebenfalls eng zu (schlechte Sitzordnung). Im Sommer war es – wie im ganzen Rathaus – oft unangenehm warm und im Winter reichte oft die Wärme aus den Nachtspeicheröfen nicht aus.

Trotzdem kamen, davon bin ich überzeugt, wenn ich mir Remseck heute anschaue, gute Beschlüsse und Entscheidungen zustande. Dazu zähle ich u.a. auch die Entscheidung Remsecks für die Remstalgartenschau,

Vor allem aber auch der feste Wille des Gemeinderates für den Bau eines neuen Rathauses mit Stadthalle und Marktplatz, wie es einer Stadt (in der Größe Remsecks) und der Bürgerschaft auch zusteht.

So bleibt der Wunsch, dass dies der Beginn zur Gestaltung der „Neuen Mitte“ Remsecks sein wird. So, wie es in den verschiedenen Entwicklungsplanungen mit Bürgerbeteiligung vorgeschlagen wurde.

Erika Raupp – SPD Gemeinderätin von 1975-2009

 
 

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