Wer keine Ziele hat, braucht sich um Wege gar nicht zu kümmern

Veröffentlicht am 03.10.2011 in Gemeinderatsfraktion

SPD-Fraktion bezieht klare Position hinsichtlich der Zukunft der Sportentwicklung in Remseck

Nein, so richtig vorangekommen ist sie nicht, die Sportentwicklungsplanung in Remseck. Trotz der großangelegten Studie aus dem Jahr 2004, trotz der Gründung des Stadtverbandes für Sport und trotz der Einrichtung einer Kommission, wie sie die SPD-Fraktion gefordert hatte.
Nun hat die Verwaltung einen neuen Anlauf genommen und die Fortsetzung der Sportentwicklung auf die Tagesordnung des Gemeinderates am 27.09.11 genommen.
Was dann allerdings die Verwaltung mit der Sitzungsvorlage 100/2011 den Stadträtinnen und Stadträten vorgeschlagen hatte, fand in der SPD-Fraktion wenig Gefallen.
Obwohl wir uns seit Monaten dafür eingesetzt hatten, dass es nun endlich an der Zeit wäre, dass der Gemeinderat über die Grundsätze der Sportentwicklung und insbesondere auch ihre Schnittmengen mit der Schulentwicklung, der Jugendförderung, der Sozial- und Gemeinwesenarbeit sowie der kommunalen Gesundheitsförderung diskutiert, wollte die Verwaltung an ihrem ‚pragmatischen Kurs’ festhalten.
Die SPD-Fraktion hat die Vorlage der Verwaltung abgelehnt und setzt sich weiter dafür ein, dass es für diejenigen, denen die Sportpolitik in Remseck wichtig ist und am Herzen liegt, ein einfaches ‚Weiter so’ nicht geben darf.

Für die SPD Fraktion gilt: erst das Ziel und dann der Weg und nicht umgekehrt.

Deshalb heißt unsere Position:
Wir stimmen der Vergabe einer Expertise an das Institut für Kommunale Sportentwicklung zu unter der Voraussetzung, dass der Auftrag folgendes beinhaltet:
• Die Konkretisierung sportpolitischer Leitlinien für Remseck, also im Grunde eine Einschätzung der Experten zum Stand der Sportentwicklung und eine Empfehlung wohin sie sich nun, sieben Jahre nach dem ersten Gutachten, weiterentwickeln soll
• Die Einrichtung einer Servicestelle bzw. einer gemeinsamen Geschäftsstelle für die Vereine auf freiwilliger Basis und ohne die Organisationsstruktur der Vereine anzutasten, finanziert gemeinsam von Stadt, Vereinen und ggf. Sponsoren
• Sowie einen Strukturvorschlag zur Einbindung des Stadtverbandes in die hauptamtliche Verwaltungs- und in die ehrenamtliche Vereinslandschaft in Remseck.

Für diese Auftragsvergabe könnten und sollten nach unserer Auffassung im Rahmen der Haushaltsberatungen 2012 Gelder in einer von der Verwaltung noch zu definierenden Höhe vom Gemeinderat bereit gestellt werden und auch ggf. entsprechende Stellenschaffungsanträge für eine Geschäftsstelle vorbereitet werden.

Für die SPD-Fraktion Remseck a.N.
gez. Angelika Feurer