SPD freut sich über Qualitätsentwicklung in Sachen Kinderbetreuung und Bildung.
SPD freut sich über Qualitätsentwicklung in Sachen Kinderbetreuung und Bildung.
Fast genau vor einem Jahr hatten wir an dieser Stelle darüber berichtet, dass die per Kindergartengesetz verordnete sogenannte wohnortbezogene Bedarfsplanung der Kommunen möglicherweise nicht nur verfassungswidrig sein könnte, sondern häufig auch den Bedürfnissen der Eltern nach einer arbeitsplatznahen Kinderbetreuung im Wege steht.
Binnen eines Jahres hat nun die Landesregierung tatsächlich auf den Druck von Eltern und Arbeitgebern reagiert und entschieden, dass der Wohnort der Kinder bei der Finanzierung von Kindergärten und Krippen nicht mehr entscheidend sein soll. Das ‚Geld folgt den Kindern’ heißt der neue Grundsatz, nach dem nun die Eltern auch dann einen Betriebskindergarten oder einen wohnortübergreifenden Waldkindergarten wählen können, wenn in ihrer Wohnortgemeinde eigentlich ein Platz zur Verfügung stehen würde.
Die bisherige Praxis, dass z.B. die Stadt Remseck nur dann einen Ausgleich für die ‚auswärtige Betreuung’ ‚ eines Kindes in einer anderen Kommune bezahlen musste, wenn kein Betreuungsplatz in Remseck vorhanden ist, ist damit hinfällig.
Eltern haben also zwar weiterhin die Möglichkeit ihre Kinder in Remseck betreuen zu lassen, haben aber eben auch - insbesondere dann, wenn es im Hinblick auf die Vereinbarkeit von Beruf und Familie erforderlich ist - die Möglichkeit die Kinder näher am Arbeitsplatz unterzubringen.
Wir sind gespannt, ob und wie sich die Nachfrage nach Kinderbetreuungsplätzen gerade für unter 3-jährige in Remseck entwickeln wird, nachdem die Eltern nun eine echte Wahlmöglichkeit haben.
Klar ist für uns aber auch, dass wenn der ‚Markt der Kinderbetreuung’ geöffnet wird, es noch wichtiger werden wird, die privaten und öffentlichen Träger von Kindertageseinrichtungen einem Fachcontrolling zu unterwerfen.
In Remseck selbst sind wir in Sachen Qualität der Kinderbetreuung auf einem guten Weg. Nicht nur mit der von der SPD unterstützten Qualitätsoffensive in den Kindergärten, sondern vor allem auch mit der kürzlich vom Gemeinderat mit großer Mehrheit in Auftrag gegebenen Bildungs- und Schulentwicklungsplanung. Beginnend im Oktober 2008 soll innerhalb von drei Jahren in Zusammenarbeit mit der PH Ludwigsburg ein Bildungskonzept erarbeitet werden, auf dessen Grundlage alle Remsecker Kinder ‚bestmöglich in ihrer Entwicklung gefördert werden sollen’ (Sitzungsvorlage 109/2008 vom 8.Juli 2008).
Die SPD sieht darin eine echte Stellschraube für mehr Chancengleichheit und Bildungsgerechtigkeit für Remsecker Kinder und Familien.
Für die SPD Remseck a.N.
gez. Angelika Feurer
stv. Ortsvereinsvorsitzende
Stadträtin