‚Schule kann gelingen’ - Remseck auf dem Weg zur Gemeinschaftsschule

Veröffentlicht am 31.01.2012 in Kommunalpolitik

Hagen, Riedel, Schlumberger, Unseld, Zeller, Sommer

Die SPD Gemeinderatsfraktion bedankt sich bei allen Eltern und Großeltern, bei den Lehrerinnen und Lehrern, bei den Kolleginnen und Kollegen des Gemeinderates, bei Herrn Oberbürgermeister Schlumberger und Herrn Ersten Bürgermeister Balzer sowie bei den Beteiligten des Schulentwicklungsprojektes BRÜCKE für die tatkräftige und engagierte Unterstützung unserer Veranstaltung am vergangenen Freitag im Haus der Bürger in Remseck-Aldingen.

Mit der Frage ‚Braucht Remseck (k)eine Gemeinschaftsschule?‘ hatten wir im Vorfeld der Gemeinderatsentscheidung all diejenigen eingeladen, denen die Zukunft der Schulentwicklung in Remseck am Herzen liegt oder sogar unter den Nägeln brennt, die nicht nur abwarten wollen, was die kommunalen Entscheidungsträger auf den Weg bringen, sondern mit gestalten und die Weichen nun richtig stellen wollen.
Über 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer konnte unser Fraktionsvorsitzender Heinz Layher begrüßen und dazu einladen, im Anschluss an die Einführung in die Ergebnisse des BRÜCKEN-Projektes durch Herrn Prof. Dr. Unseld (PH Ludwigsburg) und an die Statements des Podiums, Fragen zu stellen an Herrn Schulleiter Hagen (Realschule Remseck), an Herrn Schulleiter Riedel (Lise-Meitner-Gymnasium Remseck) , an Herrn Schulleiter Sommer (Wilhelm-Keil-Werkrealschule Remseck), an Herrn Oberbürgermeister Schlumberger (Schulträger) sowie an Herrn Zeller (Stabsstelle im Kultusministerium).

Bereits vor der Pause in der insgesamt dreistündigen, dichten Diskussion bestand Einigkeit: Remseck braucht die Gemeinschaftsschule. Eine Schule also, die nicht so angelegt ist, dass in Klasse 3 und 4 entschieden wird, wer voraussichtlich Abitur machen wird und deshalb den direkten Weg über das achtjährige Gymnasium nehmen darf. Wem möglicherweise noch eine Chance eingeräumt wird, über den mittleren Abschluss und ein anschließendes berufliches Gymnasium das Ziel Hochschulreife erreichen zu können und deshalb auf die Realschule darf. Und wer letztendlich als weitgehend chancenlos aussortiert wird und für den/die deshalb die frühere Hauptschule -oder neuerdings Werkrealschule genannt- übrig bleibt.
34 Schulen im Land haben, nach Aussage des Kultusministeriums, die erste Hürde genommen und können voraussichtlich im Schuljahr 2012/2013 als sogenannte ‚Starterschulen’ ihren Eltern und Grundschulabsolventinnen und -absolventen den Stress und den Entscheidungsdruck für ‚die richtige Schule’ ersparen. Soll heißen: nachdem die verbindliche Grundschulempfehlung weggefallen ist kann jede/r auf die Schule gehen, die ihm/ihr bzw. den Eltern als ‚die beste’ erscheint.

Remseck ist bei diesen Starterschulen definitiv nicht dabei. Aber: um überhaupt 2013/2014 die Chance zu haben mit dabei sein zu können, wäre aus Sicht der SPD Gemeinderatsfraktion folgender Zeitplan notwendig: 1. Politischer Grundsatzbeschluss des Gemeinderates, dass interessierte Schulen in Remseck ein pädagogisches Konzept erarbeiten, mit dem sich die Stadt beim Kultusministerium ‚bewirbt’.
2. Mit der Erarbeitung dieses anspruchsvollen Konzeptes könnte dann sofort unter Beteiligung der Lehrer, Eltern und Schüler begonnen werden, damit dann im Herbst ein Konzept vorliegt, das alle Qualitätskriterien erfüllt.

Die SPD unterstützt und beantragt gemeinsam mit der Fraktion Bündnis 90/ Die Grünen eine Entscheidung des Gemeinderates mit der der Weg frei gemacht wird für dieses Bewerbungsverfahren. Oder wie Fraktionsvorsitzender Layher am Ende der Veranstaltung im Haus der Bürger sagte: ‚Schule kann gelingen’.
Orientieren wir uns auch in Remseck an den positiven Beispielen, denen es gelungen ist den Deutschen Schulpreis zu erhalten, wie im Jahr 2011 die Lichtenberg-Gesamtschule in Göttingen oder bereits Jahre zuvor, die Helene-Lange-Schulen Wiesbaden. Wir sind gespannt, was wir in der kommenden Woche an dieser Stelle als weitere Vorgehensweise in Aussicht nehmen können.

Für die SPD-Gemeinderatsfraktion Remseck a.N.
gez. Angelika Feurer