Weltflüchtlingstag 2026 – eine gemeinsame Veranstaltung von AK Asyl
der SPD Remseck und der AWO Ludwigsburg -
Weltflüchtlingstag 2026 – eine gemeinsame Veranstaltung von AK Asyl
der SPD Remseck und der AWO Ludwigsburg -
Das Thema scheint die Menschen zu interessieren, denn trotz der Hitze und dem Deutschlandspiel an diesem Abend kamen mehr als 30 Interessierte ins „Haus der Bürger“. Die Anwesenden bereicherten den Abend mit Einschätzungen und Berichten von eigenem Erlebten.
Joachim Glaubitz, der Referent der sich schon viele Jahre in der Arbeit mit Geflüchteten und verschiedenen Projekten für Demokratie engagiert, zeigte auf, dass es sehr wohl strategische Überlegungen sind, weshalb wir mit Vorurteilen bestätigende Meldungen in allen Medien geflutet werden.
Das Verschieben von s.g. „roten Linien“ ist eine weitere Strategie derjenigen die unseren Staat ablehnen. Vermeintliche „Ausrutscher“ in Reden testen bewusst die Grenzen des bisher Unsagbaren.
Im Januar 2024 ging noch ein Aufschrei durch die Republik als bekannt wurde, dass sich Rechte Gruppierungen in Potsdam trafen und Strategiepapiere zur „Remigration“ verfassten.
Mittlerweile erzeugt der Begriff kaum noch Reaktionen, obwohl durch ständige Wiederholung deutlich gemacht wurde, in welchem unerhörten, riesigen Umfang - man nennt 20 Millionen – auch viele Deutsche von der Ausweisung (Remigration) betroffen wären.
Der „große“ Gedanke, der dahinter steht ist: Es sollen nur noch „echte“ Deutsche in unserem Land sein. Dagegen ist klar, dass unser Land Zuwanderung braucht, weil unsere Gesellschaft immer älter wird und wir nicht genügend Nachwuchs hervorbringen.
Zu beachten ist auch, dass unsere Gesetze für Alle und Jeden gelten. Wer dagegen verstößt, muss mit Strafen rechnen, egal welcher Ethnie er/sie angehört, welcher Religion oder Weltanschauung oder woher er/sie kommt.
Die Tatsache, dass immer auch andere Gruppen der Gesellschaft in den Focus genommen werden und auch wieder offen darüber gesprochen wird, ob Inklusion in Zeiten knapper Kassen noch bezahlbar sein wird, ist ein logischer Schritt der Strategie der Ausgrenzung.
Da die tatsächlichen strukturellen Probleme nicht angegangen werden, bzw. weil es nicht in der Macht der Handelnden steht, sie zu lösen, werden immer mehr Gruppen der Gesellschaft zu „Sündenböcken“ erklärt.
Eine wichtige Botschaft, die uns der Referent Joachim Glaubitz mit gab, war die, wir sind nicht machtlos. Er ermuntert uns in den Dialog mit anderen zu gehen und gab Strategien an die Hand.
Die eindrücklichste Botschaft haben der AK Asyl Remseck, die AWO Ludwigsburg und der SPD Ortsverein Remseck schon beherzt:
„Sucht euch Menschen, die die gleiche Haltung haben und tut euch zusammen“.!
Für die SPD Remseck a.N.
Kerstin Raupp-Staible