Oder doch nicht? Wollen wir mehr Energie aus der Sonne gewinnen?
Oder doch nicht? Wollen wir mehr Energie aus der Sonne gewinnen?
Jetzt sind wir schon auf Position 13, konnte man im Amtsblatt vom 22. Februar lesen. Tolle Motivation zum Weitermachen! Weiter tat sich bisher nichts. Doch! Alle wollen mitmachen und deshalb wird vorgeschlagen in unserem Stadtteil im Grünen – Pattonville – noch mehr Solarenergie zu gewinnen. Aber da bremst der OB plötzlich. Bedenken hinsichtlich der Grundstückserlöse. Na ja, was wollen wir den nun eigentlich? Etwas für unsere Umwelt tun oder lieber schnell die Stadtkasse füllen? Steigen wir denn mit dieser Methode schneller in der Solarbundesliga nach oben? Aber hat denn noch niemand bedacht, dass auch beides möglich ist?
Es geht auf lokaler Ebene auch anders. Nehmen wir zum Beispiel Freiamt im südbadischen Schwarzwald. Da wird mittlerweile mehr Energie erzeugt, als die Stadt selber nutzt. Hier sorgten eine Vielzahl von Maßnahmen für diesen Erfolg:
Im Städtchen sind 100 Photovoltaikanlagen (zur Stromerzeugung) und 150 Sonnenkollektoren (zur Warmwasserbereitung) aufgestellt. Daneben werden Abwärmeanlagen, vier Windkraftanlagen und eine Biogasanlage betrieben. Die Gemeinde ist autark. Das ist doch ein richtiger Weg auf kommunaler Ebene. So können mehrere Fliegen mit einer Klappe geschlagen werden. Nach Amortisation der anfänglichen Investitionen ein finanzielles Erfolgsmodell, die Bewohner können über steigende Heizkosten nur müde lächeln, und gerade die lokalen Handwerker dürfen sich über zahlreiche Auftrage freuen. Und die Gemeinde freut sich, Monat für Monat, netto über zusätzliche Einnahmen.
Klar, Remseck ist sicherlich zu groß um autark zu werden, aber wenn wir nicht einmal kleine Schritte in diese Richtung machen, wie sollen wir dann für die Umwelt überhaupt etwas erreichen?
Und wie ernst ist es der Stadtverwaltung mit „Remseck startet durch“ in die Pool-Position der Solarbundesliga? Andere sind schon weiter!
Kurt Goldmann