,Männer und Frauen sind gleichberechtigt‘

Veröffentlicht am 10.03.2020 in Veranstaltungen

Kurt Goldmann, Heinz Layher, Uschi Kemper, Erika Raupp

Remsecker SPD erinnert am Internationalen Frauentag 2020 an die Formulierung des Gleichberechtigungssatzes im Grundgesetz

 

Der Film ‚Sternstunde ihres Lebens‘ stand im Mittelpunkt des von der Remsecker SPD veranstalteten Abends zum Internationalen Frauentag 2020.

Wie bereits im vergangenen Jahr waren Frauen und auch einige Männer ins Haus der Bürger gekommen um bei Sekt und Häppchen einen Rückblick zu halten auf die Entwicklung des Gleichberechtigungssatzes im Grundgesetz der seit 1948 entstehenden Bundesrepublik Deutschland.

Es war die SPD Abgeordnete und Juristin Elisabeth Selbert (im Film dargestellt von einer starken Iris Berben), die gemeinsam mit weiteren Frauen aus SPD, CDU und Deutscher Zentrumspartei im Parlamentarischen Rat den Artikel 3, Absatz 2 ‚Männer und Frauen sind gleichberechtigt‘ verankern ließ.

Trotz vieler Widerstände, die sie während der Sitzungen im Parlamentarischen Rat und dort auch von ihren Kolleginnen zu spüren bekam, hielt sie hartnäckig an ihrem Vorhaben fest und hatte schließlich Erfolg.

Der seit 1900 im Bürgerlichen Gesetzbuch festgelegte Vorrang des Mannes als Haupt der Familie war damit angetastet, nicht aber wirklich beseitigt.

Die weitgehend christdemokratische Regierung Adenauers verzögerte die Umsetzung des Artikels 3 Absatz 2 im Bürgerlichen Gesetzbuch und hielt die vom Grundgesetz dafür gesetzte Frist von 1953 nicht ein.

Erst 1959 kam es im Familienrecht durch einen Beschluss des Bundesverfassungsgerichtes zur gemeinsamen elterlichen Sorge und zur Zugewinngemeinschaft in der Ehe. Seit 1976 ging es um das Namensrecht und schließlich zur Neuregelung, dass sowohl der Name der Frau wie des Mannes Familienname sein konnte.

Noch bis 1992 sollte es dauern bis nach der Wiedervereinigung beider deutscher Staaten die gemeinsame Verfassungskommission den Satz ergänzte ’Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf Beseitigung bestehender Nachteile hin‘.

Dass es in Sachen Gleichstellung von Frauen in Männern nicht rückwärts, sondern vorwärts gehen müsse, darauf wiesen die SPD Frauen in einem gemeinsamen Statement von Kerstin Raupp-Staible, Sabine Sommer, Brigitte Köhler, Uschi Kemper und Erika Raupp hin.

20 Prozent weniger Bruttostundenlohn, zu wenige von Frauen besetzte Führungspositionen, ein zu geringer Frauenanteil in politischen Gremien forderten Politik, Gesetzgeber und die Tarifpartner dazu heraus, Arbeitszeitmodelle auszubauen und das Betreuungsangebot bei der sogenannten Sorgearbeit zu unterstützen.

Einen launig-powervollen Auftakt in den Filmabend bereiteten uns die Frauengesangsgruppe ‚Barberlights‘. An dieser Stelle nochmals unseren herzlichen Dank für das gelungene Heimspiel!

Und bereits am Freitagmorgen hatten Kurt Goldmann, Heinz Layher, Uschi Kemper und Erika Raupp 200 rote Rosen verteilt und für den Abend geworben.

Herzlichen Danke an alle Frauen und Männer, die auf, vor oder hinter der Bühne zum Gelingen der diesjährigen Aktion zum Internationalen Frauentag in Remseck beigetragen haben.

Für den SPD Ortsverein

Angelika Feurer

 
 

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