Lohnt sich ein Klimaneutrales Wärmenetz in Teilen Remsecks?

Veröffentlicht am 07.04.2026 in Kommunalpolitik

Die Wärmewende ist eine der zentralen Aufgaben unserer Zeit, auch hier in Remseck.

 

 

Die gesetzlichen Rahmenbedingungen auf europäischer und Bundesebene sind gesetzt: Der Weg hin zu einer klimaneutralen Wärmeversorgung ist vorgezeichnet. Die entscheidende Frage ist daher nicht, ob, sondern wie wir diesen Wandel gestalten, und vor allem, wie wir ihn für die Bürgerinnen und Bürger möglichst kostengünstig und sozialverträglich umsetzen.

 

Als SPD-Gemeinderatsfraktion haben wir gemeinsam mit der FDP einen Antrag eingebracht, der genau hier ansetzt: Auf Grundlage der bereits beschlossenen kommunalen Wärmeplanung sollte, der aus fachlicher Sicht geeignetste Bereich für ein erstes Wärmenetz ausgewählt werden. Für diesen wollten wir anschließend eine Machbarkeitsstudie auf den Weg bringen, um zu prüfen, ob ein solches Projekt technisch sinnvoll und wirtschaftlich tragfähig ist. Gleichzeitig sollte untersucht werden, in welchem Umfang Fördermittel – insbesondere über die Bundesförderung für effiziente Wärmenetze (BEW) – genutzt werden können.

 

Warum dieser Ansatz?

 

In erster Linie geht es uns um Klarheit. Viele Eigentümerinnen und Eigentümer stehen jetzt oder in den kommenden Jahren vor ganz konkreten Entscheidungen: Investiere ich jetzt in eine neue Heizung, oder gibt es perspektivisch eine gemeinschaftliche, möglicherweise günstigere Lösung über ein Wärmenetz?

 

Wärmenetze können eine große Chance sein. Sie können es ermöglichen, durch gemeinsame Infrastruktur Kosten zu senken und bislang ungenutzte Wärmequellen, wie in Remseck beispielsweise unsere Flüsse, zu erschließen. Dadurch können Sie zur langfristigen Preisstabilität und Klimafreundlichkeit beitragen. Was nicht nur für Eigentümerinnen und Eigentümer, sondern auch für Mieterinnen und Mieter von zentraler Bedeutung ist. Für viele Quartiere könnte ein Wärmenetz also eine wirtschaftlich attraktive Alternative zur Einzelumrüstung sein.

 

Unser Antrag zielte genau darauf ab, mit einer konkreten Prüfung, zumindest für das vielversprechendste Gebiet, Klarheit für die Bürgerinnen und Bürger zu schaffen, ob ein solches Konzept in Teilen Remsecks machbar und sinnvoll ist.

 

Nach Diskussionen im Gemeinderat und mit der Verwaltung haben wir den Antrag jedoch zunächst zurückgezogen. Der Grund dafür ist einfach: Wir wollen im laufenden Jahr im Gemeinderat noch einmal grundlegend über das weitere Vorgehen sprechen. Uns ist wichtig, dass wir hier gemeinsam als Gremium zu einer tragfähigen, gut abgestimmten und, in einer Demokratie wichtig und notwendig, mehrheitsfähigen Vorgehensweise kommen.

 

Für ein zügiges Vorankommen in dieser Frage werden wir uns als SPD-Fraktion weiterhin einsetzen.

 

 

Für die SPD Fraktion

Colin Sauerzapf