Erinnerung an NS-Krankenmorde

Veröffentlicht am 14.04.2026 in AG 60plus

der Graue Bus holt die Patienten ab

 Ausstellung im Staatsarchiv !


 

Kürzlich besuchten Mitglieder der SPD Remseck die Ausstellung „Aktion T4“ im Staatsarchiv Ludwigsburg, zu der die SPD Arbeitsgemeinschaft 60plus eingeladen hatte.

Die Ausstellung erinnert an die „ Euthanasie – Morde“ und informiert über nahezu hunderttausend Morde an psychisch, geistig, körperlich  Behinderten und sozial stigmatisierte  Menschen, die die  Nationalsozialisten in der Zeit  zwischen 1939 und 1945 zu verantworten haben.

Die Ausstellung macht deutlich, dass in Heilanstalten Ärztinnen und Ärzte mordeten mit Medikamenten oder man ließ die Menschen einfach verhungern. An totgeweihten Patienten wurden Versuche durchgeführt; Pflegekräfte unterstützten das ärztliche Personal bei Gasmorden, töteten mit Spritzen oder Tabletten. Allein im württembergischen Grafeneck – eine von sechs Tötungsanstalten -  wurden in den 1940er Jahren über  10.650 Menschen mit Behinderung ermordet.

Nach 1945 gab es einige Gerichtsverfahren, aber nur wenige Täter bekamen hohe Strafen und die Verbrechen fanden in der Öffentlichkeit wenig Beachtung. Ab den 1970er Jahren wurden für Behinderte endlich bessere Einrichtungen und ein menschwürdiger Umgang geschaffen und erst  1987 gründete sich die Gruppe: „Bund der Euthanasie-Geschädigten und Zwangssterilisierten“. Mit Recht fordern sie die gleichen Rechte wie andere Opfer des Nationalsozialismus.

Der Besuch der Ausstellung, die noch bis zum 8. Mai im Staatsarchiv zu sehen ist, hat bei der SPD-Gruppe tiefe Eindrücke hinterlassen. Es gilt auch heute  die Mahnung: „Nie wieder !

Erika Raupp