(K)ein Thema für die Große Kreisstadt Remseck a.N.?
(K)ein Thema für die Große Kreisstadt Remseck a.N.?
Mit einer ersten Sitzung Anfang März hat der Landkreis Ludwigsburg eine Kommunale Gesundheitskonferenz eingerichtet.
Die Gesundheit der Menschen im Landkreis Ludwigsburg sei eine wichtige Voraussetzung für eine hohe Lebensqualität und damit auch ein Standortfaktor, erklärte Landrat Dr. Haas gemeinsam mit dem Gesundheitsdezernenten Dr. Schönauer. Deshalb solle mit der Kommunalen Gesundheitskonferenz eine Kommunikations- und Koordinationsplattform geschaffen werden, an der sich Kreistagsfraktionen, Kreiskommunen, Krankenkassen, Kreisärzteschaft, Klinikum, Bildungseinrichtungen, staatliches Schulamt sowie die Regionale Arbeitsgemeinschaft Gesundheit gemeinsam um eine nachhaltige und gesundheitsfördernde Politik im Landkreis bemühen wollen.
Schwerpunktmäßig soll es in der Arbeitsgruppe aus Fachleuten und Interessenvertreterinnen und -vertretern zunächst um das Thema ‚Gesund älter werden im Landkreis Ludwigsburg’ gehen.
Ein wichtiges, ein zentrales Thema aus der Sicht der Fraktionen SPD und FDP im Remsecker Gemeinderat. Deshalb haben wir auch in der Sitzung des Verwaltungsausschusses am 22.03.12 eine gemeinsame Anfrage eingebracht, ob und in welcher Weise die Stadt Remseck a. N. sich an dieser Plattform beteiligen will und welche Unterstützung durch den Gemeinderat hier für notwendig erachtet wird’.
Bereits im Sommer vergangenen Jahres hatten gleich mehrere Stadträtinnen und Stadträte der Remsecker CDU, FDP, Grünen und SPD auf Einladung am 3. Demografieforum im Kreistag teilgenommen und wohlwollend Kenntnis genommen von den Plänen des Landkreises, die Gesundheitsstrategie Baden-Württemberg -die noch unter der schwarz-gelben Landesregierung entstanden war -auch lokal umsetzen zu wollen,.
Umso ernüchternder war für uns die erste Reaktion unseres Oberbürgermeisters auf unsere gemeinsame Anfrage. Er wolle das Projekt des Landkreises zunächst weiter beobachten, sehe aber keinen unmittelbaren Handlungsbedarf für die Verwaltung in der Großen Kreisstadt.
Die SPD Fraktion sieht das deutlich anders:
vor allem im Stadtteil Neckargröningen fühlen sich die älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger mittlerweile, was die hausärztliche Versorgung betrifft, von Verwaltung und Gemeinderat im Stich gelassen. Nachdem der niedergelassene Arzt bekanntlich bereits zum 1. April 2011 aus der vertragsärztlichen Behandlung ausgestiegen war, hatte er zum Jahresende seinen verbliebenen Privatpatienten das völlige Aus der Praxis mitgeteilt. Obwohl mittlerweile wohl alle Patientinnen und Patienten Alternativen gefunden haben, bleibt die Situation in Neckargröningen prekär. Im Gegenteil: wir befürchten, dass der demografische Faktor sich weiter verschärfen wird, denn weder die Zahl der behandlungsbedürftigen älteren Menschen wird zurückgehen, noch das Alter der in Remseck niedergelassenen Ärzte.
Wir müssen deshalb eine offensive Strategie für die kommunale Gesundheitspolitik in unserer Stadt entwickeln.
Für die SPD Remseck a.N.
gez. Angelika Feurer
Stadträtin