Erstmals werden in Deutschland Städte und Gemeinden für ihre Anstrengungen um mehr Kinder- und Familienfreundlichkeit ausgezeichnet und als ‚Familienfreundliche Kommune‘ zertifiziert.
Erstmals werden in Deutschland Städte und Gemeinden für ihre Anstrengungen um mehr Kinder- und Familienfreundlichkeit ausgezeichnet und als ‚Familienfreundliche Kommune‘ zertifiziert.
In Baden-Württemberg haben 30 Kommunen seit Mitte 2005 unter Beteiligung ihrer Bürgerinnen und Bürger damit begonnen, eine familienfreundliche Infrastruktur vor Ort zu verbessern und weiterzuentwickeln. Im Rahmen des sogenannten ‚Audit Familienfreundliche Kommune‘ werden vom Statistischen Landesamt und der dort angesiedelten Familienforschung Baden-Württemberg nun die ersten Zertifikate verliehen. D.h. die beteiligten Kommunen mit ihren Kindergärten, Schulen, Unternehmen, Kirchen, Verbänden, Vereinen und engagierten Bürgerinnen und Bürgern überprüfen nach zwei bis drei Jahren ihre selbst gesteckten Ziele auf Umsetzungsfortschritte und Nachhaltigkeit. Also z.B. : Ist es gelungen ,Betreuungsangebote für unter 3jährige einzurichten? Die Betreuungszeiten in Kindergarten und Grundschule auszuweiten? Eine Ferienbetreuung für Schulkinder einzurichten? Eine altersgemischte Tagesbetreuung anzubieten? Konzeptionen für Lokale Bildungslandschaften zu entwickeln? Mehrgenerationenhäuser und Familientreffs einzurichten? Helferbörsen ‚Alt hilft Jung, Jung hilft Alt‘ mit Notfallbetreuung, Fahrdiensten und Haushaltshilfen entstehen zu lassen? Fördervereine für Kinder- und Jugendbildung zu unterstützen? Die Verkehrssicherheit zu überprüfen, Gefahrenpunkte zu entschärfen und die Barrierefreiheit für Alt und Jung zu verbessern? Anlaufstellen und Informationsangebote für Familien, Alt und Jung zu unterstützen? Ein Leitbild und Gesamtkonzept ‚Familienfreundliche Gemeinde‘ für künftige kommunalpolitische Beschlüsse zu verabschieden?
In Remseck hat die SPD Fraktion die Diskussion dieses Themas angestoßen und bei der Verwaltung angeregt eine Gemeinderatsklausur durchzuführen und dort die Handreichung Familienfreundliche Kommune, eine Checkliste zur Bestandsaufnahme, die bereits von vielen Städten und Gemeinden nachgefragt wird, von Manfred Becker von der Arbeitsgemeinschaft Netzwerk Familie Baden-Württemberg präsentieren zu lassen.
Wir freuen uns, dass Bürgermeister Karl-Heinz Balzer bereits im Vorfeld der Klausurtagung ‚ganze Arbeit‘ geleistet hatte und so den Stadträtinnen und Stadträten bereits am Klausurnachmittag eine für Remseck begonnene Bestandsaufnahme vorlegen konnte.
Das Ergebnis kann sich sehen lassen und ist für uns Anlass, der Verwaltung vorzuschlagen, die begonnene Bestandsaufnahme nicht einfach wieder in der Schublade verschwinden zu lassen, sondern den Einstieg zu machen in ein zwischen Rat und Verwaltung vereinbartes Berichtswesen. Dann könnten nämlich die in Remseck bereits vorhandenen Instrumente und Ansätze sinnvoll miteinander vernetzt werden und einer kontinuierlichen Überprüfung und Steuerung unterworfen werden. Als da wären der Kindergartenbedarfsplan, das Sommerferienprogramm, der SPD Antrag auf ein Kinderhaus, die laufende Schulentwicklungsplanung BRÜCKE, die Umsetzung der Sportentwicklungsplanung, das geplante Bürgerhaus, die zahlreichen Fördervereine, die Arbeit des Behindertenbeauftragten, die Arbeit der Jugendhilfe Hochdorf um nur einige zu nennen.
Remseck hat in Sachen Familienfreundlichkeit viel zu bieten und schon einiges erreicht. Wir wollen, dass dies sichtbar und überprüfbar gemacht wird und dass Gemeinderat und Verwaltung dafür gemeinsam die Verantwortung übernehmen.
Für die SPD Remseck a.N.
gez. Angelika Feurer
stv. Ortsvereinsvorsitzende
Stadträtin