Beim 28. Hochdorfer Schlossgespräch wurden konkrete Handlungsschritte auf der Zielgeraden festgelegt.
Beim 28. Hochdorfer Schlossgespräch wurden konkrete Handlungsschritte auf der Zielgeraden festgelegt.
Dass sich der Einsatz in den Kommunen für regenerative Energien, für Wärmedämmung und Energiesparmaßnahmen lohnt und einen echten Wert für die lokale und regionale Wertschöpfung darstellt, anstatt dass damit nur die Taschen von Aktionären gefüllt werden, hat sich auch in Remseck herum gesprochen.
Mit dem Beitritt zur SolarLokal-Kampagne und mit der Teilnahme an der Solarbundesliga und der Solarkreisliga Ludwigsburg hat die Stadt deutlich gemacht, worum es bereits jetzt und in Zukunft gehen wird: um das Umsteuern in der Energieversorgung bis hin zur völligen Unabhängigkeit von fossilen und atomaren Energien.
Aus der Sicht der Verwaltung sei noch offen, ob Remseck jemals eine ‚energieautarke Stadt‘ werden könnte, heißt es in einer Pressemitteilung in der LKZ der vergangenen Woche.
Bei unserem 28. Hochdorfer Schlossgespräch in der vorletzten Woche war dies dagegen bereits für 2030 als durchaus realistisch eingeschätzt worden. Warum sollen mit jedem Liter Öl, den die Bürger hier verbrauchen, die Wolkenkratzer und Gewinne in Dubai erhöht werden, wenn doch das Geld auch hier vor Ort investiert und als Kaufkraft erhalten bleiben kann. Der Bürger als wirtschaftlicher Gewinner und dabei noch dem ökologischen Gewissen Erleichterung verschaffen. Eine wunderbare Aussicht !
Die Referenten Dr. Dipl.-Physiker Werner Barth, Aspach, langjähriger SPD Kreisrat Rems Murr, Dipl. Ing. Architekt Peter Brinkmann, Welzheim, 1. Vorsitzender Solar e.V. Weissacher Tal / Backanger Bucht / Welzheimer Wald und Dipl. Ing. Udo Schmülling, Auenwald, stellv. Vorsitzender der Energiegenossenschaft Weissacher Tal eGiG eröffneten die Diskussion hierzu mit umfassenden Vorträgen zu den neuesten Entwicklungen im Rems-Murr-Kreis, zu den gemachten Erfahrungen in ihren unmittelbaren Wirkungsbereichen und mit einem Blick auf die Erfolge einiger Gemeinden und Landkreise – auch und gerade in Baden-Württemberg.
Unter der Moderation unseres Gemeinderatskandidaten und Veranstaltungs-initiators Herbert Dieter Krähling konnte in der lebhaften Diskussion folgende Fahrtroute für Remseck erarbeitet werden:
Nachdem die Konzessionsverträge für die Stromnetze Ende 2012 auslaufen, besteht für die Kommunen die Chance eine dezentrale, sprich eigenständige Energieversorgung in die Wege zu leiten.
Voraussetzung ist zunächst die Erarbeitung eines Energiekonzeptes, auf dessen Grundlage in der Zeit zwischen 2012 und 2030 Remseck nach und nach unabhängig wird von der Fremdenergieversorgung.
Bereits im Herbst soll eine Arbeitsgruppe initiiert werden, an der alle Entscheidungsträger und Meinungsbilder der Stadt (Verwaltung, alle im Gemeinderat vertretenen politischen Gruppierungen, BdS, Landwirte) und interessierte Bürger gemeinsam die weiteren Schritte erörtern und letztlich ein Energiekonzept für Remseck entwickeln. Dieses muss dann den neu gewählten Gremien des Gemeinderates zur Beschlussfassung vorgelegt werden.
Über Investitionen in erneuerbare Energien denken längst nicht nur Umweltschützer und Atomkraftgegner nach, sondern Menschen und Unternehmen, denen es vor allem um zukunftssichere Geldanlagen geht. Näheres dazu unter www.neue-energie-deutschland.de und www.buerger-kraftwerke.de
Für die SPD Remseck a.N.
gez. Angelika Feurer
Den Landschaftspark Neckar erfahren
konnten einige Genossinnen und Genossen aus Remseck sowie deren Gäste. Die Regionalfraktion charterte hierzu die „Wilhelma“ vom Neckarkäptn. Und so ging die Fahrt von Stuttgart über Neckargröningen nach Marbach. Natürlich mit fachkundiger Erklärung, was derzeit mit dem Landschaftsparkprojekt passiert und was weiterhin vorgesehen ist.
In Marbach fand dann eine Stadtführung statt. Gegen Spätnachmittag ging es dann wieder zurück. Insgesamt ein informativer Tag zu einem interessanten Thema.
Kurt Goldmann