Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile –

Veröffentlicht am 22.10.2008 in Veranstaltungen

Goldmann, Hofelich, Feurer

– Tourismus als Teil der Wirtschaftsförderung gewinnt auch im Remsecker Rathaus an Bedeutung

Wie Erholung und Erlebnis für die Menschen in der Region ausgebaut und gezielt weiter entwickelt werden können und wie ein Nahtourismus-Angebot aus einem Guss aussehen könnte, dies war das Thema der SPD Remseck beim Hochdorfer Schlossgespräch mit Regionalvizepräsident und MdL Peter Hofelich am vergangenen Freitag.

Vorbei sind die Zeiten als sich die Kommunen damit arrangiert hatten, dass der Neckar nur eine Industriestraße für den Schiffsverkehr sein sollte und die direkt angrenzenden Gebiete zu Brachen degradiert worden waren. Stattdessen rücken im Ballungsraum der Region Stuttgart der ökologische Wert der Flusstäler und ihre Bedeutung für die Naherholung immer mehr ins Bewusstsein.
Immerhin 90km ist er lang, der Neckar in der Region Stuttgart, von südlichen Neckartenzlingen im Kreis Esslingen bis zum nördlichen Kirchheim am Neckar im Kreis Ludwigsburg. 27 Städte und Gemeinden liegen an diesem Flussabschnitt und etwa eine Million Menschen leben und arbeiten im Neckartal, darunter auch die Große Kreisstadt Remseck a.N..

Aus der Sicht des Regionalvizepräsidenten gibt es drei Hauptstoßrichtungen, die es gemeinsam mit den Städten und Gemeinden voran zu bringen gilt:
erstens die Idee, dass Landschaft erfahrbar gemacht werden soll, mit Fußgängerbrücken, Landschaftsparks, Radwegen. Auch in Remseck haben Gemeinderat und Verwaltung damit begonnen, gemeinsam mit der Region die ‚Alleinstellungsmerkmale der Großen Kreisstadt’ (Nachbarschaft mit Ludwigsburg, Waiblingen und Stuttgart sowie Zusammenfluss von Rems und Neckar) herauszuarbeiten und mit dem Tourismuskonzept der Region zu verknüpfen. Trotz mancher Interessengegensätze zwischen Regionalplan und kommunaler Selbstverwaltung stehe aber das Miteinander und nicht das Gegeneinander im Vordergrund.

Zweitens gehe es in Kampagnen und Hucke-Pack-Projekten darum, Gastronomie, Wellness und Gesundheit mit Kulturellem und Festen zu verbinden, auch und gerade städte- und gemeindenübergreifend. So werde sich kaum jemand Remseck als einziges Ziel für seinen Wochenendausflug oder für seinen Urlaub aussuchen, aber gemeinsam mit Anderen in der Metropolregion könne die Große Kreisstadt durchaus noch an Attraktivität gewinnen. Auch hier habe Remseck mit seinem Kultur- und Sportamt mittlerweile einiges auf die Beine gestellt, lobte Oberbürgermeister Karl-Heinz Schlumberger.
Und drittens gehe es darum, Menschen von außen in die Stuttgarter Region herein zu holen. Diese Rechnung scheint laut der diesjährigen Tourismusbilanz auch sehr wohl aufzugehen: im ersten Halbjahr verbuchte die Region Stuttgart mit 3,15 Millionen Übernachtungen fast zehn Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

Über Tourismus und die Teilhabe der Stadt Remseck an diesem zunehmend wichtigen Wirtschaftsfaktor , so das Fazit der SPD-Vorsitzenden Kurt Goldmann, Angelika Feurer und Heinz Layher, darf also durchaus auch in Remseck nachgedacht und mit ins Kalkül gezogen werden.
Umso besser, dass das Thema Wirtschaftsförderung seit einigen Tagen nun auch personell im Remsecker Rathaus verankert ist, nämlich mit einer Nachwuchskraft der Steinbeis-Hochschule.
Wir sind gespannt, wie die zu entwickelnden ‚Stadtmarketingmaßnahmen und das Tourismuskonzept unter Einbeziehung der städtischen Unternehmen’, wie es in der Stellenausschreibung vom Juli 2008 heißt, aussehen werden.

Für die SPD Remseck a.N.
gez. Angelika Feurer
stv. Ortsvereinsvorsitzende
Stadträtin