Gute Arbeit – nur ein Traum?.

Veröffentlicht am 13.01.2009 in Veranstaltungen

SPD und Katholische Arbeitnehmer-Bewegung beginnen das Jahr 2009 mit einer gemeinsamen Veranstaltung in Remseck-Aldingen

Zu einer gemeinsamen Auftaktveranstaltung ins Jahr 2009 laden SPD und Katholische Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) am Freitag, 16.Januar 2009, 19:30 Uhr in den Gemeindesaal der Katholischen Kirchengemeinde in der Kornwestheimerstr. 46 nach Remseck-Aldingen ein.
In seinem Einführungsreferat bewertet Paul Schobel, Katholischer Pfarrer und langjähriger Leiter des Teams der Betriebsseelsorger in der Diözese Rottenburg-Stuttgart Gute Arbeit unter sozialethischen Gesichtspunkten.
Bei der anschließenden Podiumsdiskussion diskutieren der IG-Metall-Bevollmächtigte Konrad Ott, die ehemalige Gesamtpersonalratsvorsitzende der Landeshauptstadt Stuttgart Christa Walz, der BdS Ortsverbandsvorstand Thomas Traeger aus Remseck sowie der Ludwigsburger SPD Bundestagskandidat Jan Mönikes zusammen mit Paul Schobel, die Frage, wie faire Regeln und soziale Standards in allen Bereichen unserer Wirtschaft sichergestellt werden können und zwar unter teilweise völlig veränderten Bedingungen.

Arbeit bleibt auch in Zukunft für die meisten Menschen nicht nur eine wirtschaftliche Notwendigkeit, sondern eine wesentliche Voraussetzung für gesellschaftliche Teilhabe. Wer arbeitslos ist gerät leicht ins gesellschaftliche Abseits. Zwar ist die Arbeitslosenquote gesunken, aber die Arbeitslosenstatistik sagt nichts aus über die Qualität der Arbeit.
Rund 2,5 Millionen Vollzeitbeschäftigte können von ihrem Einkommen ihren Lebensunterhalt nicht bestreiten und sind auf Hilfe angewiesen. Niedriglöhne in manchen Branchen und Regionen nehmen ebenso zu wie die Leiharbeit. Die wachsende Zahl von Teilzeitbeschäftigten bedeutet für viele Menschen und insbesondere für Frauen, dass sie nicht mehr in der Lage sind, für ihr Auskommen zu sorgen und das Armutsrisiko steigt.
Diese prekären Arbeitsverhältnisse verstoßen nicht nur gegen die Würde der Menschen. Sie ziehen ganze Branchen runter in Richtung Dumpinglöhne und ungesicherte Beschäftigungsverhältnisse und gefährden den Zusammenhalt der Beschäftigten.
Auch bei den ‚Solo-Selbstständigen‘, also denjenigen, die ohne Beschäftigte allein vom Verkauf ihrer Arbeitskraft leben, nimmt die Zahl der Geringverdiener zu. Nicht selten werden sie von Unternehmen beauftragt, die ihrerseits sozialversicherungspflichtige Beschäftigte abgebaut haben und stattdessen die ökonomische Misere und Versicherungsfreiheit der meisten Selbstständigen zur Kostenreduktion nutzen.
Die wichtigsten Maßnahmen der Kampagne:
• Gerechte Löhne für gute Arbeit – Verhinderung von Lohndumping durch flächendeckende Mindestlöhne
• Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz
• Vereinbarkeit von Familie und Beruf durch gute und flexible Kinderbetreuung sowie familienfreundliche Arbeitszeiten
• Vermeidung prekärer Beschäftigung – Begrenzung der Auswüchse der Leiharbeit
• Qualifizierte Aus- und Weiterbildung für alle
• Anerkennung der Leistung von älteren Arbeitnehmern und flexible Rentenzugänge
sind Teil des kommunalpolitischen Wahlprogramms des baden-württembergischen SPD Landesverbandes für 2009.
Auf der Grundlage der Katholischen Soziallehre engagiert sich die Katholische Arbeitnehmer-Bewegung in ihrer Kampagne für Gute Arbeit mit vielfältigen Aktivitäten ebenso dafür, dass Gute Arbeit gelingen kann.
So lobt die KAB der Diözese Rottenburg-Stuttgart im Mai 2009 einen Preis aus, um Menschen und Initiativen zu prämieren, die sich in den Jahren 2007/2008 besonders für Gute Arbeit engagiert haben. Bischof Dr. Gebhard Fürst wird am 13. Juni 2009 in Stuttgart die Preise an die ausgewählten Preisträger verleihen.
Die SPD Remseck a. N. und die Katholische Arbeitnehmer-Bewegung freuen sich auf einen interessanten und spannenden Abend.

Für die SPD Remseck a.N. Für die KAB
gez. Angelika Feurer gez. Ev Kurfeß
stv. Ortsvereinsvorsitzende KAB-Regionalsekretärin Enz-Neckar