Wir werden weniger, älter und bunter...

Veröffentlicht am 06.11.2008 in Kreistagsfraktion

einige der Teilnehmenden

-Demografischer Wandel – was geht uns das an ? –

.Dieser Frage gingen Kommunalpolitikerinnen und Kommunalpolitiker aus dem Kreis Ludwigsburg auf Einladung der SPD Kreistagsfraktion nach. Rechts im Bild Jan Mönikes, Kreisrat und Kandidat der SPD für die Wahl in den Bundestag.

Fest steht, dass die demografische Entwicklung und der fortschreitende Strukturwandel unsere Gesellschaft spürbar verändern werden. Dies sind keine vagen Voraussagen mehr, sondern statistisch gesicherte Prognosen. Themen wie Senioren- und Altenpolitik, Wirtschaftsförderung, Kinderbetreuung, Integration und Bildung liegen auch in der Zuständigkeit der Städte und Gemeinden sowie des Landkreises. Welche Handlungsfelder sich für die Kommunalpolitik in Zukunft ergeben und wie diese zwischen Region, Landkreis und Kommunen sinnvoll verknüpft werden können, war Inhalt einer Informationsveranstaltung zu der die SPD-Kreistagsfraktion kürzlich die SPD Gemeinderäte und Regionalräte aus dem Landkreis Ludwigsburg eingeladen hatte.
Durch ein eindrucksvolles Zahlenwerk gab Herr Ivar Cornelius vom Statistischen Landesamt einen Überblick auf die demografische Entwicklung im Landkreis Ludwigsburg. Bemerkenswert ist, dass Baden-Württemberg das einzige Bundesland ist, das in den letzten 30 Jahren eine rasante Zuwanderung zu verzeichnen hatte. Aufgrund der wirtschaftlichen Lage kann man davon ausgehen, so der Referent, dass diese Entwicklung in den nächsten Jahren noch anhält. Jedoch ab 2014 wird – den Voraussagen entsprechend – die Einwohnerzahl stagnieren, wenn nicht sogar sinken.
Auch in den Städten und Gemeinden im Landkreis Ludwigsburg werden immer weniger junge Menschen immer älteren gegenüberstehen. In knapp 20 Jahren werden die Schülerzahlen einen Rückgang von 25 % zu verzeichnen haben. So ist auch im Landkreis Ludwigsburg ab 2015 mit einem Rückgang von 15 % bei den Grundschulen, bei den Hauptschulen mit 21 %, Realschulen 6 % und in den Gymnasien um minus 10 % zu rechnen.
Der Druck auf die gewachsenen politischen und sozialen Strukturen wird steigen. Bildung wird eines der zentralen Themen bleiben. Hinzu kommen Fragestellungen nach der Vereinbarkeit von Pflege und Beruf, der Einbindung von aktiven Senioren und Handlungskonzepten zur Integration. Dass dies schon heute bei den Entscheidungen auf den verschiedenen kommunalen Ebenen beachtet werden muss, darüber waren sich die anwesenden Kommunalpolitikerinnen und Kommunalpolitiker einig.

Für die SPD Remseck a.N.
Judith Raupp, Kreisrätin