Von der Kunst, ein Kamel durchs Nadelöhr zu bringen

Veröffentlicht am 08.02.2007 in Gemeinderatsfraktion

– Gemeinderat ebnet den Weg zur Konfliktlösung zwischen TSV Neckargröningen und Stadtverwaltung – SPD erneuert ihre Forderung nach einer Kooperativen Sportentwicklungsplanung

Nach der Eskalation im Konflikt zwischen dem TSV Neckargröningen und der Remsecker Stadtverwaltung sowie der begleitenden Berichterstattung in der Presse, war bei manchen der Eindruck entstanden, es könnte leichter sein, ein Kamel durchs Nadelöhr zu bringen als die beiden Kontrahenten wieder an einen Tisch.
Die SPD ist froh, dass es in der Gemeinderatssitzung am vergangenen Dienstagabend gewissermaßen in einer überfraktionellen Gemeinschaftsaktion gelungen ist, den Konfliktparteien zumindest den Weg freizumachen, sich wieder aufeinander zu zu bewegen und die Gesprächsbasis wiederherzustellen. Letztere war nämlich nach einem harten Konfrontationskurs, den einzelne Mitglieder des Vereins gegenüber Oberbürgermeister Schlumberger gefahren sind, völlig abgebrochen und die Fronten schienen total verhärtet.

Nachdem der Auftakt der ‚Bürgerfragestunde’ zunächst noch befürchten ließ, dass die enttäuschten und verärgerten Nachfragen der Vereinsmitglieder von Bürgermeister Melchior als weitere Provokation des Vereins verstanden werden könnten, gab es dann beim Tagesordnungspunkt zur Neuregelung der Nutzungsordnung für die Neckargröninger Gemeindehalle einen indirekten Auftrag des Gemeinderates, die anstehenden Probleme auf einer sachlichen Basis miteinander anzugehen.

Die SPD hofft, dass es bald gelingt, nicht nur den vordergründigen Konfliktgegenstand um die Neuverpachtung des Neckargröninger Vereinslokales im Einverständnis zu lösen, sondern dass auch der Gedanke der ‚Kooperativen Sportentwicklungsplanung’, wie er in der viel zitierten und von der Remsecker Stadtverwaltung vergebenen Studie beansprucht wurde, nun weiter in die Tat umgesetzt wird.
Konkret: wir erwarten, dass sich der TSV genauso wie die anderen Sportvereine, die sich im Stadtverband Sport vor gut einem Jahr zusammen geschlossen haben, gemeinsam mit der Stadtverwaltung ihre Vereinsentwicklung sowohl an den Bedürfnissen ihrer Mitglieder als auch an den Interessen der Bürgerinnen und Bürgern als den potentiellen Kunden orientieren. Gerade beim TSV wurde mit dem 2004 begonnenen Projekt ‚Den TSV Neckargröningen e.V. für die Zukunft gestalten’ eine gute und richtungsweisende Grundlage erarbeitet.

Die Frage, wie das Neckargröninger Vereinsheim und die Gemeindehalle künftig genutzt werden sollen, wird sich aus den noch zu führenden Gesprächen ergeben. Dabei sollten Lösungen, die eingefahrene Wege verlassen, keineswegs ausgeschlossen werden.So gibt es aus unserer Sicht interessante und richtungsweisende Beispiele aus anderen Städten und Gemeinden (wie z.B. Kirchheim und Besigheim), über die wir gerne mit den Verantwortlichen aus Vereinen, Stadtverband, Stadtverwaltung und Gemeinderat nachdenken würden.

Für die SPD Remseck a.N.
gez. Angelika Feurer