Was kann und was muss eine Kommune tun um Kinder und Jugendliche vor den Gefahren des Alkoholmissbrauchs zu schützen?
Was kann und was muss eine Kommune tun um Kinder und Jugendliche vor den Gefahren des Alkoholmissbrauchs zu schützen?
Diese Frage stand im Mittelpunkt der Diskussionsveranstaltung, zu der die SPD Remseck Fachleute aus der Jugend- und Drogenhilfe, aus dem Sicherheits- und Ordnungsbereich , Vertreter aus Schulen und Vereinen sowie interessierten Eltern am vergangenen Freitagabend ins Gasthaus Mühle in Aldingen eingeladen hatte.
Nachdem sich die Stadt Remseck auf Antrag der SPD-Gemeinderatsfraktion im Juni an der bundesweiten Suchtwoche beteiligt hatte, gelte es nun die Initiative fortzuführen und die Umsetzung des Jugendschutzgesetzes sowie geeignete Präventionsstrategien auf die Agenda zu nehmen , begründete Angelika Feurer, stv. SPD-Vorsitzende und Stadträtin das Engagement des Ortsvereins zu diesem Thema.
Auch im Landkreis Ludwigsburg sei die Zahl derjenigen Kinder und Jugendliche nach Alkoholexzessen ins Krankenhaus eingeliefert werden müssten Besorgnis erregend, erläuterte Brigitte Bartenstein, Kommunale Suchtbeauftragte des Landkreises Ludwigsburg. Deshalb habe der ‚Aktionskreis Sucht im Landkreis Ludwigsburg’ mit der Aktion ‚Schon 16’ ein ganzes Paket an Informationsmaterialien und Unterstützungsangeboten für kommunale Schlüsselpersonen bereit gestellt, die von den Städten und Gemeinden abgerufen werden könnten.
Die Situation in Remseck sei zwar nicht zu vergleichen mit bestimmten Brennpunkten in Ludwigsburg oder in Stuttgart, erläuterten Kriminalhauptkommissar Wonka, Fachkoordinator Jugendkriminalität bei der Polizeidirektion Ludwigsburg sowie seine Kollegen Kanet und Stoltmann vom Polizeiposten Remseck. Insgesamt kenne man aber auch in Remseck drei bis vier Schwerpunkte, bei denen gegen das geltende Jugendschutzgesetz verstoßen werde.
Verantwortlich für die Einhaltung des Jugendschutzgesetzes seien aber selbstverständlich nicht die Kinder und Jugendlichen, denen der Konsum von Bier und Wein zwar ab 16Jahren gestattet ist, der von branntweinhaltigen Getränken aber erst ab 18Jahren, sondern die Erwachsenen, sei es im Elternhaus, in der Schule oder in den Vereinen, erläuterte Heinz Layher, stv. SPD-Vorsitzender und früherer Jugendrichter.
Die Gesellschaft täte sich insgesamt sehr schwer mit den schutzbedürftigen Kindern und Jugendlichen und würde hinsichtlich ihrer Erziehungsaufgabe nicht selten resignieren, konstatierte Schulleiter Harald Sommer. Deshalb gelte es zunächst ein Bewusstsein dafür zu schaffen, dass Kinder und Jugendliche gerade in der schwierigen Phase der Pubertät verlässliche und stabile Partner brauchten, die ihnen Orientierung und Unterstützung geben könnten.
Die Stadt Remseck sehe sich hier selbstverständlich besonders in der Verantwortung, bestätigte Karl-Heinz Balzer, Erster Beigeordneter und zuständig sowohl die öffentliche Ordnung als auch für die Belange der Kinder und Jugendlichen in Remseck. Zwar habe es auch schon in der Vergangenheit im Rahmen von ‚Gesunde Kinder - Gesundes Remseck’ verschiedene Aktionen und Ansätze in Richtung Prävention gegeben, ein systematisches Konzept stände allerdings noch aus.
Die SPD Remseck ist nach dem Diskussionsabend zuversichtlich, dass es gerade auf der Ebene der kommunalen Schlüsselpersonen genügend Problembewusstsein, Ideen und vor allem Engagement geben wird, um dieses wichtige Thema voran zu treiben.
Wir bleiben dran!
Für die SPD Remseck a.N.
gez. Kurt Goldmann
Erster Vorsitzender