Verkehr entlasten – Stadtentwicklung ermöglichen

Veröffentlicht am 27.10.2026 in Kommunalpolitik

Die Verkehrssituation in Remseck beschäftigt Viele täglich.

 

Staus, lange Wartezeiten und Durchgangsverkehr belasten Menschen im Auto ebenso wie Anwohnerinnen und Anwohner. Eine Verbesserung ist deshalb wichtig für die Lebensqualität in unserer Stadt.

Die aktuellen Planungen für die Westrandbrücke gehen auf den Bürgerentscheid vom 15. November 2020 zurück. Damals sprachen sich rund 61 Prozent der Abstimmenden für den Bau der Westrandbrücke aus. Dieses Ergebnis war uns ein Auftrag für die weitere Entwicklung des Projekts.

Mit der Entscheidung für Variante 5 in der letzten Gemeinderatssitzung ist ein wichtiger Schritt getan. Warum gerade diese Variante? Im Vergleich der untersuchten Varianten schnitt sie bei der Gesamtbewertung der verkehrlichen und städtebaulichen Auswirkungen, der Umweltverträglichkeit und der Kosten am besten ab.

Variante 5 sieht eine zweispurige Brücke über den Neckar vor und soll den innerörtlichen Verkehr und den Durchgangsverkehr besser bündeln. Bestehende Verkehrsknoten können dadurch entlastet und Staus reduziert werden. Gleichzeitig eröffnet die Verlagerung des Verkehrs nach Westen bessere Voraussetzungen für die Entwicklung der Neuen Mitte. Dort sollen sich die Menschen künftig gerne aufhalten können – zum Einkaufen, für Begegnungen und für ein lebendiges Stadtzentrum. Auch finanziell spricht einiges für Variante 5: Die Alternativen 1 und 3 wurden mit deutlich höheren Kosten veranschlagt.

Besonders wichtig ist uns, dass die aktuelle Planung an den Bürgerentscheid anknüpft. Der Bürgerwille und die fachliche Bewertung weisen hier in dieselbe Richtung. Das ist eine gute Grundlage, um das Projekt verantwortungsvoll weiterzuentwickeln.

Allerdings ist der Weg bis zur Umsetzung noch lang. Wenn ein Baubeginn erst ab 2035 realistisch erscheint, ist das für viele Menschen eine lange Zeit. Uns ist bewusst, dass diese Perspektive unbefriedigend ist. Auch wir im Gemeinderat wünschen uns, dass sich die Verkehrssituation schneller verbessert. Wir erleben die Belastungen im Alltag und können die Ungeduld deshalb gut nachvollziehen.

Gleichzeitig erfordert ein Infrastrukturprojekt dieser Größenordnung umfangreiche Planungs-, Abstimmungs- und Genehmigungsschritte. Gemeinsam mit den zuständigen Stellen sollten wir alle Möglichkeiten nutzen, diese Schritte so effizient wie möglich voranzubringen. Unser Anspruch ist, den weiteren Prozess transparent zu begleiten und regelmäßig darüber zu informieren, wie es vorangeht.

Als SPD ist uns wichtig, dass große Infrastrukturprojekte einen konkreten Nutzen für die Menschen bringen und verantwortungsvoll geplant werden. Dazu gehört auch sowohl den Zeitplan als auch Kosten und Finanzierung im Blick zu behalten. Dafür werden wir uns einsetzen.

Für die SPD-Gemeinderatsfraktion

Judith Raupp

Stadträtin