Stoch wirbt bei Kita-Veranstaltung in Bietigheim-Bissingen für Volksbegehren

Veröffentlicht am 28.02.2019 in Landespolitik

Von links: Elke Kogler, Andreas Stoch, Macit Karaahmetoglu, Agnes Christner und Iris Pohl-Mattern.

Auf dem Interaktiven Forum des SPD Kreisverbands Ludwigsburg am 20.Februar in der Rommelsmühle in Bietigheim zum Thema „Kitas gebührenfrei – Jetzt“ wirbt der Landes- und Fraktionschef der SPD Baden-Würrtemberg Andreas Stoch für das Volksbegehren.

Die Veranstaltung folgt der ersten wichtigen Hürde von 10.000 geleisteten Unterschriften, die die SPD für die Zulassung des Volksbegehrens problemlos genommen hat. „Das ist für uns ein erster ganz wichtiger Erfolg auf dem Weg zur Entlastung von Familien in Baden-Württemberg“, erklärte der Landesvorsitzende und ehemalige Kultusminister.
Der SPD-Kreisverband will diesen Vorstoß besonders unterstützen, um die bisherige willkürliche Ansetzung dieser Gebühren in den baden-württembergischen Städten und Gemeinden zu beseitigen. Während einzelne Gemeinden wie Künzelsau und Heilbronn für die Kita-Kinder inzwischen vollständig darauf verzichten, liegen die Gebühren in den anderen Kommunen des Landes oft zwischen 200 und 600 Euro pro Monat. „Es darf nicht mehr vom Zufall des Wohnortes abhängig sein, ob eine Familie sich den Kita-Besuch ihres Kindes leisten kann oder ob es sich angesichts dieser Gebühren überhaupt noch lohnt, dass ein Elternteil in Teilzeit arbeiten geht“, erklärte der SPD-Kreisvorsitzende Macit Karaahmetoglu: „Wir wollen diese Ungerechtigkeit beseitigen.“ Schließlich dürfe der Kindergarten als Bildungseinrichtung die Eltern ebenso wenig kosten wie die Schule.
Neben Andreas Stoch sprechen sich auch die Heilbronner Bürgermeisterin Agnes Christner, die Sozialpädagogin Iris Pohl-Mattern, sowie die Hemminger Gemeinderätin und Kinderhaus-Leiterin Elke Kogler einstimmig für eine Abschaffung der KiTa-Gebühren aus.
Elke Kogler machte eindrucksvoll klar, dass sich die Aufgabe und Funktion der frühkindlichen Erziehung im Rahmen der wissenschaftlichen Erkenntnis deutlich verschoben hat. „Frühkindliche Erziehung bedeutet nicht eine Verwahrung oder Betreuung des Kindes, sondern eine frühestmögliche Förderung, gemäß der Bedürfnisse und Fähigkeiten des Kindes. Hier werden die wichtigen Bildungsgrundlagen gelegt.“
Andreas Stoch, als vormaliger Bildungsminister Bade-Würrtembergs kann dem nur Zustimmen. Bildungsökonomen sagen deutlich, dass Bildung möglichst früh und umfassend beginnen muss. In der Bildungspolitik Baden-Würrtembergs hatte man diese Erkenntnisse lange vernachlässigt.
Für Iris Pohl-Mattern, als Mutter dreier Kinder, ist es ganz klar, wie Wichtig eine frühest mögliche Förderung für ihre Kinder ist. Das Problem ist aber die massive finanzielle Belastung für die Familien. Viele Frauen sehen sich deswegen gezwungen zu Hause zu bleiben. Hier gilt es dringend Angebote zu schaffen.
Wie das gelingen kann erklärt die Heilbronner Bürgermeisterin Agnes Christner. Seit über 10 Jahren sind KiTas hier gebührenfrei. „Dieses Modell findet viel Anerkennung bei den Bürgern in und um Heilbronn. Es braucht aber auch einen Stadtrat und einen Bürgermeister, der das will.“
Macit Karachmetoglu, als Moderator des interaktiven Forums, weiß aus persönlicher Erfahrung von den Problemen bei der Betreuung. „Gebührenfreie KiTas führt zu einer größeren Nachfrage. Wie können wir die Qualität hier Gewährleisten?“.
Elke Kogler als Leiterin eines Kinderhauses, weiß aus eigener Erfahrung, dass Qualität nicht vom Geld abhängt, sondern von Einsatz und Anspruch der Menschen vor Ort. „Ich sehe in Gebührenfreiheit keinen Widerspruch zu einer Qualitätssteigerung der Kitas.“
Andreas Stoch findet es ein Unding, wenn Qualität und Gebührenfreiheit gegeneinander ausgespielt werden. Vielmehr sei es doch so, dass durch frühzeitige Förderung die Qualität der Bildung gehoben wird, und Chancengleichheit in den Regionen und bei den Menschen in Sache Bildung sichergestellt wird.
Er freut sich deswegen, dass die SPD mit 16.000 gesammelten Unterschriften die erste Hürde für ein Volksbegehren spielend gemeistert hat. Anfang April beginnt dann der Startschuss für die nächste Sammlung von 780 000 Unterschriften für ein erfolgreiches Volksbegehren.
Die Stimmung im Saal zeigt deutlich die Energie und Leidenschaft beim Thema „Gebührenfreie KiTas“. Die Genossen, zahlreichen Gäste und der Kreisverband Ludwigsburg brennen für Thema Bildungs- und Chancengerechtigkeit.

 
 

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