‚Was die Regierung getan hat, das war eine Selbstverständlichkeit: Sie hat den Frauen gegeben, was ihnen bis dahin zu Unrecht vorenthalten worden ist‘
Einladung zur Buchlesung ‚Frauen und Geld‘ mit Christine Rudolf, MdL, Dienstag,10.März 2009, Gasthaus Mühle, Aldingen
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Als Marie Juchacz, SPD-Frauenrechtlerin, Sozialpolitikerin und Gründerin der Arbeiterwohlfahrt am 19. Februar 1919 als erste Frau in der Weimarer Nationalversammlung vor einem deutschen Parlament sprach löste ihre Anrede ‚Meine Herren und Damen‘ Heiterkeit aus. Vorausgegangen war in Deutschland ein langer Kampf um das aktive und passive Wahlrecht für Frauen, denn erst am 12. November 1918 hatte der Rat der Volksbeauftragten das preußische Dreiklassenwahlrecht aufgehoben und den Weg frei gemacht, dass alle Frauen und Männern ab einem Alter von 21 Jahren unabhängig von Einkommen und Herkunft wählen durften.
Mit dem neuen Wahlrecht wurde eine Forderung erfüllt, für die insbesondere die Sozialdemokratie gekämpft hatte. Die SPD stellte mit 8,7 Prozent den größten Frauenanteil unter den Abgeordneten aller Parteien in der Verfassunggebenden Nationalversammlung und ebenso unter allen gewählten Abgeordneten in der Welt. Danach nahm der Anteil der Frauen in den deutschen Parlamenten stetig ab, bis sie von den Nationalsozialisten wieder ganz aus den politischen Gremien ausgeschlossen wurden. Nach dem Zweiten Weltkrieg waren es wieder SPD-Frauen, die mit einer breiten Öffentlichkeitskampagne dafür warben, die Gleichberechtigung von Frauen und Männern zunächst im Grundgesetz und Ende der 70er Jahre auch im Familienrecht des Bürgerlichen Gesetzbuches zu verankern. Von 7% im ersten deutschen Bundestag 1949-1953 bis auf heute 32,2% ist der Frauenanteil angestiegen.
Und doch bleibt eine Demokratie fehlerhaft, so lange die soziale Ungleichheit fortbesteht und die Gleichberechtigung von Frauen und Männern nicht in allen Bereichen des menschlichen Lebens und Arbeitens erreicht ist. Das Frauengleichstellungsgesetz für die Privatwirtschaft und ein Verfahrensgesetz zur Durchsetzung der Entgeltgleichheit für Frauen und Männer sind deshalb nur zwei der aktuellen Forderungen von SPD-Frauen, die darauf abzielen, die immer noch bestehende direkte und strukturelle Benachteiligung von Frauen zu beseitigen .
Das Superwahljahr 2009 soll auch aus frauenpolitischer Sicht ein echtes Erfolgsjahr werden. Dies haben sich die Remsecker SPD-Kommunalpolitikerinnen Erika Raupp (Fraktionsvorsitzende), Angelika Feurer (Stadträtin und stv. Ortsvereinsvorsitzende) und Judith Raupp (Kreisrätin) als Ziel gesetzt.
Anlässlich des Internationalen Frauentages am 8. März werden nicht nur - wie es im SPD-Ortsverein seit vielen Jahren guter Brauch ist - Rosen verteilt , sondern alle interessierten Frauen (und gerne auch die Männer) sind am Dienstag, 10.März, 20:00Uhr eingeladen ins Gasthaus Mühle, Aldingen zu einem kleinen Sektimbiss und zur Buchlesung mit unserer Landtagsabgeordneten Christine Rudolf und ihrem kürzlich erschienen Buch ‚Frauen und Geld – wider die ökonomische Unsichtbarkeit von Frauen‘. Gemeinsam wollen wir der Frage nachgehen, warum rund 40% der Frauen vom Thema Geld immer noch nichts wissen wollen, warum das finanzielle Ungleichgewicht zwischen Männern und Frauen immer noch ein Tabu ist und woran es liegt, dass Reichtum auch in der Gesellschaft des 21.Jahrhunderts überwiegend männlich, Armut aber größtenteils weiblich ist.
Herzlich willkommen zu einem spannenden und anregenden Abend am Dienstag, 10. März, 20:00 Uhr im Gasthaus Mühle in Remseck-Aldingen.
Für die SPD Remseck a. N.
gez. Angelika Feurer