Richtig ist...
Remseck hat ein Verkehrsproblem !
Richtig ist...
Remseck hat ein Verkehrsproblem !
Es bleibt aber genauso richtig, dass die Umsetzung der jetzt vorliegenden Pläne zu deutlich mehr Verkehr auf Remsecker Gemarkung führen wird. Und dieser über das bestehende Straßennetz und damit an Wohngebieten von Aldingen und Pattonville entlang geführt werden soll.
Und dies - ohne nennenswerte Entlastung am neuralgischen Punkt – der L 1140 bei Neckargröningen
Für uns ist deshalb nicht nachvollziehbar, wie es dazu kommt, dass die Verwaltung in ihrer Stellungnahme den „unerträglichen Verkehr“ bei Neckargröningen bemängelt und gleichzeitig ein fast gleich hohes Verkehrsaufkommen an anderer Stelle – also in Aldingen – befürwortet.
Es ist überfällig, dass den Menschen in Neckargröningen und Neckarrems offen gesagt wird, dass sich auch nach dem Bau der s.g. „Andriof-Brücke“ an ihrer Verkehrsbelastung nicht viel ändern würde. Es bleiben auf der L 1140 rd. 30.000 und auf der bisherigen Neckarbrücke weiter über 25.000 Fahrzeuge !
Die vorliegende Planung beschränkt sich ausschließlich auf eine Neckarquerung. Die damit verbundenen Probleme der weiteren Verkehrsanbindungen werden ausgeklammert. Die geplante Brücke würde zwar für einen Teil Remsecks geringfügige Entlastungen bringen, für einen anderen Teil aber neue, erhebliche Belastungen nach sich ziehen. Es wird den beiden Verkehrsschwerpunkten in Remseck ein dritter hinzugefügt werden. Dies ist keine Lösung der Remsecker Verkehrsprobleme, sondern deren Verschärfung.
Ein weiterer kritischer Punkt ist, dass die neue Neckarquerung so geplant ist, dass sie vierspurig ausgebaut werden könnte und damit ein Teil des ursprünglich geplanten Nord-Ost-Rings Stuttgart wäre. Bis heute wurde von den zuständigen Stellen nicht verbindlich erklärt, dass auf die Planungen der vierspurigen Bundesstraße verzichtet wird. Diese Fixierung aber verhindert eine vernünftige und gemeinsame Lösung aller betroffenen Städte. So wird die geplante Brücke – eine Viadukt über 20 m hoch und 400 m lang – ein Torso bleiben.
Zusammenfassend muss festgehalten werden:
Mit der Zustimmung zur vorgelegten Planung werden überregional vorhandene Verkehrsprobleme eindeutig auf Kosten Remsecks neu geregelt – der Nutzen für Remseck und seinen Bürgerinnen und Bürgern ist nicht erkennbar.
An unserer Haltung – wie bereits im November 2006 dargelegt - hat sich nichts Grundsätzliches geändert. Dem Planfeststellungsverfahren kann die SPD-Fraktion deshalb nicht zustimmen.
Erika Raupp
Fraktionsvorsitzende