Nur ein bisschen Fair Trade?

Veröffentlicht am 20.04.2011 in Gemeinderatsfraktion

Fair Trade ist mehr als die Ächtung von Kinderarbeit

„Produkte des fairen Handelns stehen für nachhaltiges Wirtschaften, fairen Umgang mit den Rohstoffproduzenten, Vermeidung von Kinderarbeit und sollen langfristig helfen, die Lebensbedingungen in den Entwicklungsländern zu verbessern.“ Soweit in der Beschlussvorlage für den Verwaltungsausschuss und den Gemeinderat zu lesen. Dieser Ansatzpunkt ist richtig. Aber hier wird zu kurz gesprungen. Deshalb hat die SPD Fraktion einen Erweiterungsantrag eingereicht, mit dem eine Entwicklung zur Fair Trade Stadt erreicht werden soll. Unseres Erachtens sollte nicht nur eine interne Dienstanweisung für das Beschaffungswesen der Stadtverwaltung erlassen werden, die zum Inhalt hat, dass das Produkt nicht durch ausbeuterische Kinderarbeit hergestellt wurde.
Vielmehr muss noch einen Schritt weiter gegangen werden. Fairer Handel beinhaltet die Berücksichtigung von sozialen, ökologischen und ökonomischen Kriterien auf der Grundlage von Nachhaltigkeit. Derartige Produkte sind mit dem Fair Trade Siegel gekennzeichnet. Und dies muss als Grundlage für die Entscheidung über den Kauf dienen.
Insofern kann die vorgesehene Dienstanweisung nur der erste Schritt sein.

Für die SPD Remseck
Kurt Goldmann