Man muss ins Gelingen verliebt sein, nicht ins Scheitern (Ernst Bloch)

Veröffentlicht am 30.09.2012 in Kommunalpolitik

Wichtige Weichenstellungen im Gemeinderat zur Gemeinschaftsschule, in der kommunalen Wirtschaftsförderung und im Vereinssport

Mit ganz großer Mehrheit und nur einer Enthaltung hat der Remsecker Gemeinderat am vergangenen Dienstag die Gemeinschaftsschule am Standort Wilhelm-Keil-Werkrealschule auf den Weg gebracht.
Nach den von uns und den Grünen in einem gemeinsamen Antrag angestossenen intensiven Diskussionen der vergangenen Monate freuen wir uns, dass das von Schulleiter Harald Sommer und seinem Kollegium vorgelegte Konzept Gefallen gefunden hat. Nun kann davon ausgegangen werden, dass die Remsecker Schullandschaft und der Schulentwicklungsplan um eine Schulart ‚reicher’ werden kann.
Langfristig darf es aber beim Thema Bildung, genau so wenig wie bei der Kinderbetreuung, nicht nur um Quantität und Vielfalt gehen, sondern vor allem um Qualität und Chancengleichheit. Und genau hier gilt es in Zukunft aus der Sicht der SPD-Fraktion zu investieren. Gemeinschaftsschulen bieten aus unserer Sicht die besten Voraussetzungen, dass das gemeinsame Lernen von Schülerinnen und Schülern -wie es in den Grundschulen schon immer ganz selbstverständlich praktiziert wird -möglichst lange und ohne die gefürchteten Brüche in der Schulkarriere gelingen kann. Gerade weil die verbindliche Grundschulempfehlung weggefallen ist, ist es noch wichtiger geworden, die Eltern und Kinder mit ihrer Entscheidungshoheit für die richtige weiterführende Schule nicht im Regen stehen zu lassen, sondern sie zu begleiten und ihnen die Sicherheit zu geben, dass die Schule ihres Vertrauens den individuellen Stärken und Schwächen der Einzelnen gerecht werden kann.
Die im Gang befindliche Entwicklung einer Wissensgesellschaft sowie die demografischen Veränderungen werden früher oder später zu einem zweigliedrigen Schulsystem führen. Dass dabei Chancengleichheit und Bildungsgerechtigkeit verbessert werden, wird weiterhin unsere Unterstützung finden.
Auf großen Zuspruch traf auch der Bericht unseres Wirtschaftsförderers. Innovativ, kooperativ und zielorientiert sind die vielen großen und kleinen Projekte, die Kai Hinderberger gemeinsam mit seinen Kolleginnen und Kollegen in der Stadtverwaltung, aber auch mit externen Partnerinnen und Partnern in der Region verfolgt. Dass die von der SPD Fraktion im Rahmen der Haushaltsberatungen geforderte Initiative zur überbetrieblichen Kinderbetreuung gut in die Gänge gekommen ist, freut uns besonders. Sie entspricht auch den vom Wirtschaftsförderer vorgelegten Strukturdaten und damit einem Bedürfnis, das es auch in unserer Stadt hinsichtlich der Vereinbarkeit von Familie und Beruf nicht nur bei Frauen sondern auch bei den Nicht- mehr -alleinverdienenden Männern gibt.
Wir hoffen, dass dies auch von den Remsecker Betrieben und natürlich auch von der Stadtverwaltung als größter Remsecker Arbeitgeberin, erkannt und unterstützt wird.
Unsere Unterstützung bei der Entwicklung neuer und für Remseck zukunftsweisender Projekte sei es für Frauen, Jugendliche oder Ältere haben wir dem Wirtschaftsförderer zugesagt und wir sind gespannt, was er uns und dem Gremium in den nächsten Monaten zur Beschlussfassung vorlegen wird.
Wir freuen uns mit den Fußballfreunden des VfB Neckarrems über die Weichenstellung für den neuen Kunstrasenplatz auf dem Hummelberg. Den viel zitierten Zusammenhang zum Sportentwicklungsplan können wir leider nicht (mehr) erkennen. Denn letzterer ist aus unserer Sicht mittlerweile arg in die Jahre gekommen, ohne dass er für die Beschlussfassung in den kommunalpolitischen Gremien tatsächlich von Bedeutung geworden wäre. Wir sind nach wie vor an einer Bestandsaufnahme und Neubewertung interessiert und warten auf die Antwort der Verwaltung hinsichtlich unseres Vorschlags, die Stellschrauben bei der Sportpolitik neu auszurichten und hierzu externe Gutachter und Berater mit ins Boot zu holen.

Für die SPD Fraktion Remseck a.N.
gez. Angelika Feurer