Planungen, die nicht weniger Verkehr, sondern eine zusätzliche Belastung für Remseck bringen, kann und will die SPD nicht zustimmen
Planungen, die nicht weniger Verkehr, sondern eine zusätzliche Belastung für Remseck bringen, kann und will die SPD nicht zustimmen
Die Remsecker SPD Fraktion kritisiert den Termin zur Auslegung der Pläne für die neue Neckarbrücke bei Aldingen. Dieser soll in den Osterferien beginnen und in den Pfingstferien enden. Außerdem ist zu befürchten, dass während der heißen Phase von Wahlkämpfen unter Druck und in Sondersitzungen die Stellungnahmen der Kommunen erarbeit werden müssen. Ein Verfahren, das nicht nur die ehrenamtlich tätigen Stadträtinnen und Stadträte, sondern auch die Interessen der Bürgerinnen und Bürger missachtet, so die einhellige Meinung der SPD Stadträtinnen und Stadträte.
Zu befürchten ist auch, dass die Unterlagen von den zuständigen Verwaltungen unter Zeitdruck nicht gewissenhaft geprüft werden können. Schon bei der letzten Auslegung der Pläne hat sich gezeigt, dass die angemahnten Fehler in den Gutachten nicht erkannt wurden. In dem damaligen Verkehrsgutachten wurde die s.g. „Andriof-Brücke“ günstiger dargestellt, als sie es tatsächlich wäre. Die jetzt berichtigten Zahlen des Gutachtens machen deutlich, dass Neckargröningen und die Neckarbrücke in Neckarrems trotz einer neuen Brücke bei Aldingen noch weniger entlastet werden würden, als dies ursprünglich berechnet wurde.
Planungen, die nicht weniger Verkehr, sondern eine zusätzliche Belastung für Remseck bringen, kann und will die SPD nicht zustimmen. Mehr Verkehr räumen inzwischen auch Befürworter der Brücke ein.
Die SPD fordert gemeinsam mit anderen Gegnern der neuen Neckarquerung eine nachhaltige Prüfung von alternativen Vorschlägen, wie zum Beispiel die Billinger-Varianten.
Es scheint aber vielmehr, dass das Regierungspräsidium längst gefangen ist in fehlerhaften Planungsunterlagen und taktischen Winkelzügen. Nun ist wohl beabsichtigt, im Hau-Ruck-Verfahren mit einer dritten Auslegung aus dieser Sackgasse heraus zu kommen. Wie lange noch will die Mehrheit des Remsecker Gemeinderates aus CDU, FWV und FDP diese Tatsachen noch ignorieren ?
Für die SPD – Fraktion
gez. Erika Raupp
- Fraktionsvorsitzende -