Hebammenversorgung noch sicher?

Veröffentlicht am 07.10.2025 in Veranstaltungen

Am Sonntag, den 5. Oktober, lud SPD-Landtagskandidatin Nathalie Ziwey gemeinsam mit der SPD Remseck zum Gespräch über die Hebammenversorgung ins Haus der Bürger ein.

 

Zu Gast waren unter anderem Anja Bettini, zweite Vorsitzende des Hebammenverbands Baden-Württemberg, und Landtagsabgeordnete Simone Kirschbaum. Im Mittelpunkt stand der neue Schiedsspruch zum Hebammenhilfevertrag, der die finanzielle Situation vieler Hebammen deutlich verschlechtern soll.

Für eine Geburt erhalten Hebammen künftig nur noch 80 Prozent der bisherigen Vergütung, bei einer zweiten Geburt sogar nur noch 30 Prozent. Bereitschaftszeiten bleiben unbezahlt. „Die Krankenkassen verlassen sich hier auf die Gutmütigkeit von Hebammen, um die Versorgung zu sichern“, so Bettini. Ziwey ergänzte: „Ein Gesundheitssystem, das auf Profit angelegt ist, können wir uns nicht leisten. Auch Hebammen müssen von ihrer Arbeit leben können.“ Die Folgen des Schiedsspruchs könnten gravierend sein: Weniger verfügbare Hebammen, längere Wartezeiten und Versorgungsengpässe drohen. Ziwey fordert daher politische Änderungen, um die Geburtshilfe langfristig zu sichern.

Eine Remsecker Hebamme, die gerne in Remseck Vorbereitungs- und Rückbildungs-Kurse anbieten würde, berichtet, dass sie, wenn sie von der Stadt Räume anmietet, so behandelt wird, wie eine Gewerbetreibende und so hohe Raummieten bezahlen muss, dass sich das Angebot für sie finanziell nicht mehr rechnet.

Hier haben der anwesende Gemeinderat Linus Trinkner und die stv. OV Kerstin Raupp-Staible angeboten nach Lösungen zu suchen. Um nicht werdenden und jungen Müttern den weiten Weg in andere Kommunen zuzumuten, sondern vor Ort ein qualifiziertes Kursangebote anbieten zu können.

Raupp-Staible und Trinkner sehen dies auch als einen Baustein für ein familienfreundliches Remseck.

Für die SPD Remseck

Kerstin Raupp-Staible

stv. Ortsvereinsvorsitzende