Gute Arbeit – Gerechte Teilhabe.

Veröffentlicht am 08.05.2008 in Ortsverein

Schmidt, Goldmann, Layher, Kemper, Goldmann, Feurer

Eine gemeinsame Forderung von SPD und Gewerkschaften (nicht nur) zum 1.Mai

Arbeit ist für die meisten Menschen nicht nur eine wirtschaftliche Notwendigkeit, sondern eine wesentliche Voraussetzung für gesellschaftliche Teilhabe. Wer arbeitslos ist, gerät leicht ins gesellschaftliche Abseits. Zwar ist die Arbeitslosenquote gesunken, aber die Arbeitslosenstatistik sagt nichts aus über die Qualität der Arbeit. Rund eine halbe Million Vollzeitbeschäftigte können von ihrem Einkommen ihren Lebensunterhalt nicht bestreiten und sind auf Hilfe angewiesen. Die wachsende Zahl von Teilzeitbeschäftigten bedeutet für viele Menschen und insbesondere für Frauen, dass sie nicht mehr in der Lage sind, für ihr Auskommen zu sorgen und das Armutsrisiko steigt.
Bei der traditionellen Wanderung der SPD am 1. Mai durch die Remsecker Ortsteile stand das Schwerpunktthema ‚Gute Arbeit - gerechte Teilhabe’ im Mittelpunkt der Gespräche. Gemeinsam mit den Gewerkschaften und anderen Bündnispartnern geht es uns darum, faire Regeln und soziale Standards in allen Bereichen unserer Wirtschaft sicherzustellen und zwar unter teilweise völlig veränderten Bedingungen.

• Gerechte Löhne für gute Arbeit – Verhinderung von Lohndumping durch flächendeckende Mindestlöhne
• Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz
• Vereinbarkeit von Familie und Beruf durch gute und flexible Kinderbetreuung sowie familienfreundliche Arbeitszeiten
• Vermeidung prekärer Beschäftigung – Begrenzung der Auswüchse der Leiharbeit
• Qualifizierte Aus- und Weiterbildung für alle
• Anerkennung der Leistung von älteren Arbeitnehmern und flexible Rentenzugänge

Dies sind die wichtigsten Maßnahmen der Kampagne, die auch Teil des kommunalpolitischen Wahlprogramms des baden-württembergischen SPD Landesverbandes für 2009 ist.

Erst kürzlich wurde von der SPD Gemeinderatsfraktion ein Antrag bei der Verwaltung eingebracht, von dem auch das heimische Handwerk profitiert, nämlich durch den Schutz vor Dumpinglöhnen und durch faire öffentliche Vergabebedingungen.
Auch die Forderung nach flexibler Kinderbetreuung und einer besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie gewinnt in Remseck allmählich an Bedeutung. Wir werden uns deshalb in den kommenden Wochen mit Konzepten und Ideen beschäftigen, wie durch interkommunale Kooperationen oder auch durch die Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Kommunen neue Partnerschaften für Kinder sowie für einen familienfreundlichen Standort aussehen könnten.

Für die SPD Remseck a.N.
gez. Angelika Feurer
stv. Ortsvereinsvorsitzende