Gemischte Gefühle der Remsecker SPD über Wahlergebnis- eine Nachbetrachtung

Veröffentlicht am 31.03.2011 in Landespolitik

Trotz Gewinn ein Verlust und Entäuschung

Die „Wahlschlacht“ ist geschlagen- mit dem nicht mehr so überraschenden Ergebnis auf Landesebene, dass die schwarz-gelbe Koalition ihre Mehrheit verloren hat und eine grün-rote Koalition und Landesregierung möglich wird.
Schaut man auf das Remsecker Wahlergebnis, ergibt sich auf den ersten Blick, dass dieses ziemlich genau im Landestrend liegt. Dennoch lohnt sich ein zweiter Blick auf die Remsecker Ergebnisse.

CDU und SPD haben im Vergleich zur Landtagswahl 2006 leichte Verluste von 0,6% bzw. 0,7% aufzuweisen, in absoluten Stimmenzahlen jedoch Zuwächse (CDU 4 416- 3 444 ; SPD 2 712- 2 137), was jedoch wegen der 2011 viel höheren Wahlbeteiligung von 73,7% zu den prozentualen Verlusten führt. Ein Ergebnis, mit dem die örtliche SPD nicht zufrieden sein kann. Sehr viel gravierender auf natürlich niedrigerem Niveau sind die Verluste der FDP, die 2006 1628 Stimmen auf sich vereinigte, 2011 lediglich 847, und dies trotz der hohen Wahlbeteiligung. In Prozentanteilen bedeutet dies einen Verlust von 18,0% auf 7,2%. Dass
Die Grünen mit einem Satz von 12,8% auf 25,3 % klarer Wahlgewinner auch in Remseck sind, ist unumstritten. Die Gründe für diese Stimmenexplosion liegen auf der Hand und bedürfen keiner ausführlichen Erwähnung (S 21, Japan, Reaktorkatastrophe, Energiepolitik).

Die leichte Enttäuschung über das kommunale Ergebnis der SPD wie auch über das landesweite wird dadurch etwas gemildert, dass die neuen Mehrheitsverhältnisse eine Regierungsbeteiligung der SPD und damit einen Regierungswechsel in Baden-Württemberg ermöglichen, der nach 58jähriger Führungsrolle der CDU demokratietheoretisch durchaus sinnvoll ist. Dies ist- so der Vorstand der Remsecker SPD- auch darauf zurückzuführen, dass der Spitzenkandidat der SPD, Nils Schmid, einen klugen und engagierten Wahlkampf geführt hat und sich somit in den Augen vieler Betrachter für höhere Aufgaben im Landes empfohlen hat.

An dieser Stelle soll allen ehrenamtlichen Wahlhelfern für ihren Einsatz am Wahlsonntag gedankt werden. Ohne sie gäbe es keine sauberen Wahlen!

Für die SPD Remseck a. N.
Fritz Stockinger