Gemeinschaftsschule in Remseck ?

Veröffentlicht am 13.12.2011 in Gemeinderatsfraktion

Wie und wann werden die Ergebnisse des Projekts BRÜCKE umgesetzt?

Vor über zwei Jahren gab die Stadt ein Projekt in Auftrag, das zum Ziel hatte, die Übergänge vom Kindergarten in die Grundschulen und von den Grundschulen in die weiterführenden Schulen zu untersuchen und Vorschläge zur Verbesserung zu erarbeiten (Projekt Brücke). Dieser Auftrag wurde später dahingehend erweitert, dass auch zu den Schulentwicklungsmöglichkeiten Stellung genommen werden sollte. Frau Professorin Höhmann von der PH Ludwigsburg, die mit der Untersuchung federführend beauftragt war, hat mit Unterstützung ihres Kollegen Professor Unseld die Untersuchungen zwischenzeitlich abgeschlossen. Dabei wurde festgestellt, dass in Remseck bereits gute Ansätze verwirklicht waren, mit denen den Kindern der Wechsel in die neuen Institutionen erleichtert werden sollte. Allerdings gibt es noch weitere Möglichkeiten, die Übergänge besser zu gestalten.

Zu der infolge der demografischen Entwicklung notwendigen Entwicklung des schulischen Bildungsangebots kamen die im Projekt „Brücke“ beteiligten Fachleute zu dem Ergebnis, dass eine Umgestaltung eines Teils der Remsecker Schulen erforderlich ist.
Bei einer Abschlusstagung wurden die favorisierten Modelle vorgestellt und erläutert.

1. Die größten Vorteile werden dabei dem Modell zugeschrieben, bei dem sich Realschule und Werkrealschule zusammen zu einer Gemeinschaftsschule an zwei Standorten (Pattonville und Aldingen) entwickeln. Dabei könnten die Klassenstufen 5 - 7 in Aldingen und 8 - 10 in Pattonville eingerichtet werden.

2. Als zweitbeste Variante gilt, sowohl die Realschule als auch die Werkrealschule zu zwei eigenständigen Gemeinschaftsschulen an den bisherigen Standorten umzuwandeln.

3. Als dritte Möglichkeit bleibt, ausschließlich die Werkrealschule zu einer Gemeinschaftsschule weiter zu entwickeln.

Bei allen Modellen ist eine Erweiterung um die Klassenstufen 1-4 in Kooperation mit einer Grundschule denkbar.

Das Gymnasium ist bei allen Modellen in den ersten Ausbaustufen nicht betroffen.

Wer die Eckpunkte zur Gemeinschaftsschule und Antworten zu häufig gestellten Fragen nachlesen will, der findet die notwendigen Links auf der Internetseite der Werkrealschule (http://www.wks.lb.schule-bw.de).

Da die Eltern der Viertklässler Ende März 2012 zu entscheiden haben, an welcher weiterführenden Schule sie ihr Kind anmelden, ist es deren legitimes Interesse, dass von der Stadt als Schulträger zeitnah entschieden wird, wie die Schullandschaft in Remseck künftig aussehen wird. Ansonsten ist auch eine sinnvolle Beratung der Eltern durch die Grundschulen kaum möglich.
Deshalb sollte im Gemeinderat nach unserer Auffassung bis Ende Januar 2012 die Grundsatzdiskussion geführt und ein Grundsatzbeschluss gefasst werden.
Bis zum November 2012 bliebe dann noch Zeit, Stellungnahmen und Anregungen der schulischen Gremien der betroffenen Schulen einzuholen und eine offene und öffentliche Diskussion darüber zu führen, welcher Antrag letztendlich gestellt werden soll.

Wir weisen bereits jetzt darauf hin, dass am 27. Januar 2012 im Haus der Bürger auf Einladung der SPD-Gemeinderatsfraktion eine Podiumsdiskussion zur künftigen Entwicklung der Schulformen im Land und in Remseck stattfinden wird.

Heinz Layher
Fraktionsvorsitzender