Staatssekretär Lange: „Sprache ist Voraussetzung für erfolgreiche Integration!“
Staatssekretär Lange: „Sprache ist Voraussetzung für erfolgreiche Integration!“
Auf Einladung des Remsecker SPD-Ortsvereins kam der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister der Justiz und für Verbraucherschutz und Backnanger SPD-Bundestagsabgeordnete Christian Lange zum Remsecker Stadtgespräch mit dem Titel „„Chancen und Herausforderungen einer menschenwürdigen Flüchtlingspolitik“ ins Haus der Bürger nach Aldingen. Lange ging ausführlich auf die kürzlich im Deutschen Bundestag in erster Lesung beratenen Maßnahmen zur Beschleunigung der Asylverfahren und zur schnelleren Integration derjenigen, deren Asylantrag genehmigt wurde, ein: So werde angestrebt, die Dauer des Asylverfahrens auf durchschnittlich drei Monate zu reduzieren, wie der Staatssekretär erläuterte. Des Weiteren werden Albanien, Kosovo und Montenegro zu sicheren Herkunftsstaaten erklärt. Grundsätzlich betonte Lange, dass Deutschland ein starkes Land sei und vieles leisten könne. Dennoch habe man in den letzten Tagen und Wochen erleben müssen, dass auch unsere Aufnahmefähigkeiten an ihre Grenzen geraten, vor allem hinsichtlich der Geschwindigkeit des Zustroms an Flüchtlingen.
Aber man habe sich mit den Ländern und Kommunen auf umfassende finanzielle Unterstützung geeinigt. Beispielhaft nannte er die Kostenübernahme für den Aufenthalt der Flüchtlinge während der Bearbeitung des Asylverfahrens ab 1. Januar 2016, bei dem der Bund den Ländern 670 Euro pro Flüchtling pauschal erstattet.
Auch für die bessere Integration der Flüchtlinge trage der Bund Sorge, indem er die Länder und Kommunen beim Wohnungsbau unterstützt und vor allem die Sprachkurse auch für Asylbewerber mit guter Bleibeperspektive öffnet. „Sprache ist die Voraussetzung für eine erfolgreiche Integration“, stellte der Staatssekretär klar. Zur besseren Gesundheitsversorgung schaffe der Bund darüber hinaus die Basis für die Einführung einer Gesundheitskarte, wofür der Lenkungskreis des Landes Baden-Württemberg bereits in der vergangenen Woche erste Eckpunkte beschlossen hat.
Abschließend mahnte er die europäischen Partner, dass Deutschland nicht im Alleingang alle Flüchtlinge aufnehmen könne.
Kurt Goldmann, Ortsvereinsvorsitzender