Wie wichtig und belebend Höfe für das generationenübergreifende Miteinander in den alten Ortskernstrukturen von Remseck sind, das war am vergangenen Samstag beim Schulfest anlässlich des 50jährigen Jubiläums der Grundschule in Neckargröningen hautnah zu erleben.
Nach einer beeindruckenden Aufführung der ‚Vogelhochzeit‘ wurde der Schulhof zum Ort der Begegnung von ehemaligen Schülerinnen und Schülern, Lehrerinnen und Lehrern, Großeltern, Eltern und Kindern.
An dieser Stelle sagen wir nochmals herzlichen Dank an alle Mitwirkenden der Schulgemeinschaft insbesondere die Kinder der Grundschule, die unter der Anleitung ihrer hauptamtlichen und ehrenamtlichen Unterstützerinnen und Unterstützer über sich selbst hinaus gewachsen sind und sich ganz bestimmt sehr lange an dieses besondere Ereignis ihrer Schullaufbahn erinnern werden.
Ähnlich könnte es mit dem Feuerwehrhof in Neckargröningen gelingen, einen weiteren erhaltenswerten und dazu noch historisch bedeutsamen Ort als Mittelpunkt und Treffpunkt für Jung und Alt zu erhalten bzw. neu zu gestalten.
Außer am 1. Mai, wenn der Platz für die traditionelle Mai-Hocketse des DRK genutzt wird, versinkt der Hof eher in einen Dornröschenschlaf.
Es ist klar, dass dort mittelfristig eine Verbesserung durch eine auch bauliche Neu- oder Umgestaltung in Frage kommt. Deshalb haben wir die Verwaltung gebeten zu überprüfen, ob und in welcher Weise ein Antrag für die vom Ministerium für Finanzen und Wirtschaft ausgeschriebenen Programme der städtebauliche Erneuerung für das Jahr 2014 gestellt werden kann.
Mit diesen Programmen soll die städtebauliche Erneuerung der historischen Strukturen in den Kommunen gestärkt, die Bausubstanz verbessert, Quartiere stabilisiert und die Gestaltung des öffentlichen Raumes aufgewertet werden. Darüber hinaus können innerörtliche Brachen und leer stehende Gebäude einer neuen, zukunftsfähigen Nutzung zugeführt werden. Hierzu wurden nach Angaben des Ministeriums bereits im Rahmen des Doppelhaushaltes für das kommende Jahr Landesfinanzhilfen in Höhe von 124 Millionen Euro festgelegt.
Die Höhe der Bundesfinanzhilfen wird erst im Bundeshaushalt 2014 festgelegt, im Jahr 2013 standen hier für Baden-Württemberg 38,8 Millionen Euro zur Verfügung.
Außerdem haben wir die Verwaltung gebeten, einen Vorschlag zu machen, wie die Bürgerinnen und Bürger in geeigneter Weise am Planungs- und Entscheidungsprozess beteiligt werden können.
Wir gehen davon aus, dass die Verwaltung sich noch vor der Sommerpause zu unserem Antrag äußern wird.
Vielleicht kann’s dann ja im Herbst bereits losgehen mit einem weiteren Beteiligungsprojekt der Bürgerinnen und Bürger in ihrer Stadt.
Für die SPD Gemeinderatsfraktion
gez. Angelika Feurer
Stadträtin