Amtsblatt: Lange Texte und kein Ende?

Veröffentlicht am 21.01.2010 in Allgemein

Ja es ist sehr ärgerlich, wenn 20 000,- Euro Nachzahlung fällig sind wegen Seitenüberschreitung.

Hier ist in der Tat die Selbstbeschränkung der Berichterstatter und –erstatterinnen dringend notwendig. Es liest wirklich keiner, ob ein Spieler „nach einem Rückpass mit vollem Risiko und unter absolutem Einsatz seiner Kräfte gerade noch den Ball in die Maschen des gegnerischen Tors zum absolut verdienten und hoch umjubelten Ausgleich kurz vor dem Schlusspfiff versenkte.“ Auch interessiert es die Leserinnen und Leser nicht ob es „ein schöner Ausflug war“ oder ob „alle die dabei waren“, es genossen haben, „die Sonne untergehen zu sehen“ (Zitate aus Amtsblättern 40-46 aus 2009).
Gehen wir einmal davon aus, dass sich die Verwaltung mit Ihrer Berichterstattung ebenso zurückhält,und nicht alle Reden im Wortlaut abdruckt, so gäbe es schon hier eine gewisses Einsparpotential.
Überlange Aufsätze haben doch bloß den Nachteil, dass sie nicht gelesen werden. Und dies kann nicht im Interesse des Schreibers liegen. Aber denken wir auch an den Verfasser und die Verfasserin des Artikels. Da kommt man z. B. nach einem Spiel am Sonntagabend müde nach Hause und setzt sich dann noch eine Stunde hin um einen Artikel für das Amtsblatt zu liefern. Ist es da für alle nicht effizienter nur das Wichtigste zu veröffentlichen, anstatt sich mit ausgeschliffenen Formulierungen herumzuquälen. Hier ist sicherlich Weniger Mehr.
Und nun noch etwas zu den Kosten: 20 000 Euro. Wären diese nicht angefallen, so hätte man sich möglicherweise die Erhöhung der Hundesteuer oder die Erhöhung der Musikschulgebühren sparen können.
Es muss also in unser allem Interesse liegen, hier Mitverantwortung zu übernehmen.

Für die SPD Remseck a. N.
Kurt Goldmann
Ortsvereinsvorsitzender