Antrag Schulentwicklung

Die Fraktionen von Bündnis 90/Die Grünen und SPD beantragen, der Gemeinderat möge beschliessen:

1. Die Stadt Remseck als Schulträger strebt an, die schulischen Bildungswege in Remseck dahingehend weiterzuentwickeln, dass die Sekundarstufe I (Klassen 5-10) zukünftig ausschließlich am Lise-Meitner-Gymnasium und an einer oder zwei Gemeinschaftsschulen angeboten wird.

2. Die Stadt Remseck beabsichtigt zudem bei entsprechender Nachfrage eine Klassenstufe 10-13 einzurichten, um Schülern nach der Klasse 10 die Möglichkeit zu eröffnen, die Hochschulreife zu erlangen.

3. Inklusion ist ein wichtiges Thema der Schulentwicklung in Remseck. Bei gegenseitigem Wunsch soll es einer Gemeinschaftsschule ermöglicht werden, noch enger mit einer Grundschule zusammen zu arbeiten, um so einen nahtlosen Bildungsgang (Kl. 1-10) zu entwickeln.

4. Die Eltern sind am Schulentwicklungskonzept intensiv zu beteiligen und umfassend über die Möglichkeiten der Veränderung der Schullandschaft zu informieren.

Begründung:

zu 1.:
Ab dem Schuljahr 2012 und damit ab diesem März gibt es für den Übergang an die weiterführenden Schulen keine verbindliche Grundschulempfehlung mehr. Die Stadt ist jedoch wie bisher bestrebt, möglichst allen Schülern eine gute Schulbildung zu ermöglichen und eine effiziente Verteilung der Schüler auf die vorhandenen Schulen zu gewährleisten.
Das Schulentwicklungsprojekt „Brücke“ empfiehlt zwei Modelle, die jeweils davon ausgehen, dass neben dem Gymnasium nur noch eine oder zwei Gemeinschaftsschulen bestehen.
Eine Umstrukturierung der schulischen Angebote durch die Einrichtung von mindestens einer Gemeinschaftsschule ist nach unserer Auffassung zur qualitativen Verbesserung des Bildungsangebotes sowie zur Vereinfachung der für die Schüler bestehenden Qualifizierungsmöglichkeiten erforderlich.
Darüber hinaus ergibt sich die Notwendigkeit auch aus dem Gebot, eine effiziente Verteilung der Schülerzahl auf die örtlichen Schulen sicherzustellen.

Zu 2.
Die Gemeinschaftsschule hat das Ziel, die drei bisherigen Schularten Realschule, Gymnasium und Hauptschule zu vereinen. Das geht nicht von heute auf morgen.
Umso wichtiger ist es aber, dass leistungsstarke Schüler an der Gemeinschaftsschule die Möglichkeit bekommen, ihr (fachgebundenes oder allgemeines ) Abitur abzulegen. Dazu soll ein Kurs am LMG eingerichtet werden.

Zu 3: Der Verbund mit einer Grundschule wird zum einen das längere gemeinsame Lernen über die Klassenstufen 1 – 4 hinaus ermöglichen. Außerdem sind die Schulen nach europäischem Recht verpflichtet, bisher als behindert eingestufte Schüler auf Antrag der Eltern in die Klassen der Regelschulen zu integrieren. Mit dem angestrebten Verbund von Grund- und Gemeinschaftsschule wird es leichter möglich sein, diese sog. Inklusion durchgehend über die Grundschulklassen hinaus zu realisieren.

Dr. Karl Burgmaier
Bündnis90/Die Grünen

Heinz Layher
SPD

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